Bewertungssystem

Um einen besseren Eindruck von einem Buch zu erhalten, gebe ich nicht nur eine Bewertung ab, sondern mehrere, indem ich das Buch nach verschiedenen Kriterien bewerte, wobei alles zusammen dann in eine Gesamtbewertung fließt. Je nachdem welchem Genre das Buch angehört, verteile ich die Kriterien, zum Beispiel bei einem Thriller sind Handlung, Schreibstil, Spannung, Action und Atmosphäre wichtig. Bei einem Unterhaltungsroman würde jedoch das Kriterium Action wegfallen. Bei bestimmten Gelegenheiten wird noch nach Humor, Anspruch und Unterhaltung bewertet. Beim Bewerten der Handlung werden gleichzeitig jedoch auch die Charaktere bewertet, weil Handlung und Charaktere aufeinander „angewiesen“ sind. Werden für ein Kriterium weniger Sterne vergeben, in einem anderen dafür mehr, bedeutet das nicht gleich, dass das Buch schlecht ist, sondern nur, dass es eben in diesem Bereich nicht „so gut“ abgeschnitten hat. So kann eine Geschichte enorm lustig sein, so dass sie viele Sterne für Humor bekommt, oder eben nur wenige bis keine humorvolle Szenen enthalten, und dementsprechend erhält es weniger Sterne, ist aber dennoch ein gutes Buch. Oder aber die Handlung war ausgezeichnet, der Sprachstil hingegen nicht besonders gut. In dem Fall also eher zum Vermitteln eines Gesamteindrucks. Genaueres, also wie die Bewertung genau verteilt wird, lässt sich dann aus dem Text erschließen.

Insgesamt können höchstens 5 Sterne erreicht werden. Dabei gibt es verschiedene Abstufungen, d.h., es können halbe, viertel und ganze Sterne vergeben werden (z.B. 3,4 Sterne).

Im Großen und Ganzen würde das bedeuten:

1 Stern

schlecht – nicht nachvollziehbar, mühsam, absolut uninteressant, habe ich nicht zu Ende gelesen. Schade um die verschwendete Zeit und das Papier.

2 Sterne

geht so – uninteressant, langweilig und nichtssagend, aber ich habe es zu Ende gelesen. Vielleicht eine einzige Kleinigkeit, die ich mich daran interessierte.

3 Sterne

gut – netter Zeitvertreib, langsam steigender Lesespaß, recht spannend, ganz gut gelungen, hat hier und da einige Spannungselemente und/oder herausstechende Szenen; zwar nichts Weltbewegendes, aber lesens- und empfehlenswert.

4 Sterne

sehr gut – spannend, beeindruckend, mit Lesespaß, sodass man am liebsten nicht aufhören möchte weiterzulesen, außerdem sehr empfehlenswert.

5 Sterne

ausgezeichnet – absolut spannend, wirklich beeindruckend und mit hohem Lesespaß, sodass man gar nicht aufhören kann, weiterzulesen. Besonders empfehlenswert. Darf im „Bücherregal“ auf keinen Fall fehlen.

Genaueres zu den Kriterien:

Mit „Action“ ist das so eine Sache. Zum einen kann es z.B. die Geschwindigkeit und wie spektakulär, dramatisch oder riskant eine Handlung aufgebaut ist zeigen. Zum anderen kann es aber auch zeigen, wie gut diese „Actionszenen“ überhaupt dargestellt wurden. Ein Thriller zum Beispiel, in dem haufenweise Action vorkommt, muss für dieses Kriterium keine 5 Sterne bekommen, wenn es einfach zu überladen, übertrieben und uninteressant wirkt. Aber wie und warum genau ich jetzt die Sterne in diesem Kriterium verteilt habe, kann man dann im Text herausfinden.

Atmosphäre“, damit wird oft auch die Stimmung und Umgebung (Landschaft, Tier- und Pflanzenwelt usw.) verbunden, und wie das mit der Geschichte und den Charakteren zusammenwirkt. Bei einigen Unterhaltungsromanen auf jeden Fall zwingend notwendig, da ohne Atmosphäre die Geschichte einfach plump bzw. zu schlicht wirkt.

Die „Handlung“ ist das Kernstück der Geschichte. Je mehr Sterne hier vergeben werden, umso großartiger ist die Handlung, z.B. im Hinblick darauf, wie viele Verstrickungen es gibt, was das Thema der Geschichte ist und wie interessanter die Charaktere wirken.

Damit eng verbunden ist der „Sprachstil“ bzw. „Schreibstil“, der verdeutlicht, ob das Buch leicht und flüssig zu lesen oder geschrieben ist. Je bildhafter und lebendiger die Sprache, umso besser kann man sich alles vorstellen.

Durch „Spannung“ kann man erfahren, wie sehr die Handlung des Buches in den Bann ziehen kann, wie interessant und spannend eben die Geschichte ist. Kann man das Buch nicht mehr oder absolut nicht mehr aus der Hand legen? Oder würde man es gerne in die nächste Ecke schmeißen? Je niedriger die Bewertung hier, umso schwieriger war es, das Buch zu Ende zu lesen. Je höher, umso schwieriger mit dem Lesen zu pausieren.

Bei „Humor“, „Unterhaltung“ und „Anspruch“ ist es noch einmal eine ganz andere Sache. Wenn ein Buch wirklich humorvoll sein sollte, dann bewerte ich dieses Kriterium auch – bekommt es dann wenige Sterne, war es nicht so lustig, wie es eigentlich sein sollte. Denn ein Buch, dass als amüsant vorgestellt wird, sollte es dann auch wirklich sein. Hingegen erscheint mir eine Geschichte, bei der ich eigentlich nicht das Kriterium „Humor“ vergeben würde, als derart amüsant, dann bewerte ich das auch. Ebenso läuft es mit „Anspruch“. Oft hängt dieses dann auch mit dem Sprachstil zusammen. Dabei kann man sich die Frage stellen: Regt die Geschichte zum Nachdenken an? Hat es einen gehobenen Sprachstil mit enorm vielen verschlungenen Sätzen? Wie komplex ist die Handlung? Je einfacher die Handlung erzählt ist, ohne Verstrickungen und anschauliche sprachliche Mittel usw., desto anspruchsloser ist das Buch.

Mit anderen Worten: Ein Buch ab 3 Sterne ist lesenswert, darunter eher nicht. Und: Letztendlich bleibt es jedoch auch dem Zufall überlassen, welche dieser Kriterien ich in meine Bewertung mitaufnehme und wie genau ich diese Kriterien bewerte. Das verdeutlicht dann wiederum er Text.