Blutrubin Trilogie – Der Verrat

Inhalt:

Claire ist mit ihrem neuen Leben als Vampir zusammen mit James auf Castle Hope mehr als glücklich. Doch dann geschieht etwas, was ihr Glück droht zu zerstören: Eines nachts werden Claire und viele andere Vampire weltweit von äußerst gefährlichen und gefühllosen Wesen, den Ubour, eine Vampirart, die als ausgestorben galt, angegriffen – ganze Clans werden gezielt von den Ubour ausgelöscht, die jedes Mal nach einem Angriff spurlos verschwinden. Wer einmal von einem solchen Wesen gebissen wird, verwandelt sich unweigerlich in einen Ubour, was nicht wieder rückgängig gemacht werden kann. Schnell wird klar, dass ihr plötzliches Auftauchen mit Claires skrupelloser Adoptivschwester Kimberly zusammenhängt, die unbedingt in den Besitz der fünf Blutrubine gelangen will.

Um weitere Morde zu verhindern, begeben sie sich mit Hilfe der Bruderschaft zum Versteck der Ubour. Der Plan scheint absolut perfekt zu sein – wenn es unter ihnen keinen Verräter geben würde. Als dann das Schreckliche geschieht, steht Claire vor einer schweren Entscheidung.

Meine Meinung:

Am Anfang hat die Autorin eine „heile Welt“ aufgebaut: Zwei Monate sind die Ereignisse aus dem ersten Teil her, Kimberly hat nur einen Blutrubin, die Schrecknisse sind in weite Ferne gerückt. Doch von einem Moment auf den nächsten wird die Idylle von einer Katastrophe ersetzt, die wahrscheinlich nicht aufgehalten werden kann und die Bruderschaft viele Verluste kostet. Der erste Band der Trilogie war schon spannend und bezüglich des trotz riskanter Situationen humorvoll bleibenden Schreibstils außergewöhnlich, doch diesmal scheint die Autorin gleichzeitig mehr auf Nervenkitzel, Horror und eine schaurige Atmosphäre zu setzen, aber auch auf dramatische Begebenheiten, die einen fassungslos werden lassen. Dass dabei tatsächlich einige bekannte Charaktere sterben, hätte man vorher nicht gedacht. Allerdings führt die Autorin auch neue Charaktere ein, wie z.B. die geheimnisvolle Sille, den militärisch wirkenden Vasili und einige weitere. In diesem Band erfährt man auch, dass die einzelnen Vampire jeweils eine andere einzigartige Fähigkeit haben, u.a. Gedankenmanipulation, Erschaffung von Trugbildern und Überwindung der Schwerkraft.

Wie aus dem Nichts taucht plötzlich eine Vampirart auf, die vollkommen gefühllos, unglaublich kräftig, willenlos und grausam ist, ohne eigene Gedanken, nur bestrebt Zerstörung anzurichten. Wird man einmal von einem Ubour gebissen, verwandelt man sich in ein solche „leblose“ Kreatur, was nicht wieder rückgängig gemacht werden kann, und vergisst alles andere, was man in seinem vorherigen Dasein hatte. Hinzu kommt noch, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt, einen Ubour umzubringen, nämlich indem man ihm einen Eisenpflock ins Herz rammt oder ihn dem Sonnenlicht aussetzt. Beides gefährliche Versuche. Dass die Ubour weltweit auftauchen, auch noch völlig unerwartet und dann noch in Massen angreifen – nur in der Nacht – verleiht der Handlung einen richtigen Nervenkitzel. Und dann gibt es auch noch einen Verräter unter den Vampiren. Immer neue Hoffnungen tauchen auf – und werden wieder zerschlagen. Wie sollte man diese Flut aufhalten können? Wie viel Zeit bleibt ihnen noch? Wird das alles ein gutes Ende nehmen?

Doch trotz allem bringt der lockere und manchmal humorvolle Schreibstil zum Lachen, nämlich zum Beispiel durch einige bestimmte Szenen oder Bemerkungen von Claire. Denn für Claire ist Vampir zu sein, dass es überhaupt Vampire gibt, noch immer sehr neu und ungewohnt, sodass es nicht selten zu amüsanten Ereignissen kommt. Aber auch zu Überraschungen, da Claire an sich eine neue Fähigkeit entdeckt, die sie alle retten könnte. Die Handlung wird wieder direkt und ausschließlich aus Claires Sicht in der Ich-Erzählperspektive erzählt.

Die Geschichte ist wieder einmal spannend gelungen, wobei man richtig mitfiebert wie es weitergeht. Allerdings ist es auch ein bisschen vorhersehbar, was genau mit einem der Charaktere – den Namen verrate ich jetzt mal nicht – passiert und wie Claire schließlich handeln wird, als sie vor einer fatalen Entscheidung steht. Dennoch bangt man mit ihr, denn es könnte ja doch anders laufen. Die Handlung ist nicht ganz abgeschlossen, da der Verräter unbekannt bleibt. Ich freue mich schon auf den dritten Teil.

Fazit:

Der zweite Band der „Blutrubin – Trilogie“ hat zwar weniger amüsante Wendungen wie der erste Band, bietet jedoch eine schöne schaurige Mischung aus Fantasy, Horror und Überraschungen. Dabei kann man absolut gespannt verfolgen, wie es weitergeht. Eine gelungene Fortsetzung!

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