Maniac – Fluch der Vergangenheit

Maniac – Fluch der Vergangenheit

Inhalt:

Der Raub und die anschließende Zerstörung der wertvollen Diamantensammlung des Naturhistorischen Museums in New York sorgt für heftigen Protest gegen das Museum. Als Ablenkung von den negativen Vorfällen, nimmt das Museum die enorm großzügige Geldspende eines mysteriösen Grafens für die Neueröffnung eines seit langer Zeit in den Gewölben des Museums eingemauerten und geheimnisumwitterten ägyptischen Grabes an. Eine spektakuläre Ausstellungseröffnung mit einer Sound-and-Light-Show ist geplant. Doch kurz vor dem Ende der Restaurierungsarbeiten ereignen sich unerklärliche Fälle im Grab: einige Arbeiter werden wahnsinnig und begehen Morde, ein Umstand, der bei den Museumsangestellten die Angst vor einem Fluch schürt. Trotz der Vorfälle und der unbekannten Gefahr, reagiert die Museumsleitung auf die Warnung eines Captains der New Yorker Polizei, Laura Hayward, und der Bitte, die Eröffnung zu verschieben, nur mit Ignoranz.

Währenddessen ist Special Agent Aloysius Pendergast, beschuldigt der Verbrechen seines Bruders Diogenes, im Bundesgefängnis Herkmoor in New York gefangen, doch sein Freund Lieutenant Vincent D’Agosta, der Profiler Eli Glinn und Proctor arbeiten an einem Plan, um Pendergast zu befreien. Viel Zeit bleibt nicht mehr und sie wissen, dass der wohl bösartigste und genialste Verbrecher der Welt, Diogenes Pendergast, sein größtes und spektakulärstes Verbrechen noch zu begehen gedenkt: Die Rache an der Menschheit für das Ereignis, was sein Bruder, Aloysius Pendergast, ihm angetan haben soll. Und Pendergast ist ihre einzige Chance, Diogenes aufzuhalten.

Meine Meinung:

Maniac – Fluch der Vergangenheit“ ist der Abschluss der Diogenes-Trilogie, der direkt an „Dark Secret“ anknüpft, endlich das „Ereignis“ präsentiert, durch das Diogenes zu einem skrupellosen Mörder gemacht worden ist, und beendet den Bruderkampf mit einer überraschenden Wende. Und wieder einmal ein von dem Autorenduo in höchstem Maße spannend geschriebener Pendergast-Roman. Nachdem ich bereits „Dark Secret“ gelesen hatte, stand fest, dass die Fortsetzung „Maniac“ in meinem Bücherschrank nicht fehlen durfte. Meine Erwartungen an das Buch wurden nicht nur erfüllt, sondern auch übertroffen.

Maniac“ handelt – wie ich gehofft hatte – von Pendergasts Gefängnisausbruch, der Suche nach Diogenes, dem geplanten Verbrechen und der Aufklärung des Ereignisses, noch dazu wird die Geschichte abgerundet durch die Mordfälle im Grab und den absoluten Höhepunkt, dem Showdown, bei der Eröffnungsfeier. Dabei spielen die Charaktere aus „Dark Secret“ wieder mit: Captain Laura Hayward von der Mordkommission, die sich zermartert, weil sie denkt, die falsche Person ins Gefängnis gebracht zu haben. Der Journalist William Smithback, der versucht den Morden auf die Spur zu kommen und Pendergasts Unschuld zu beweisen. Nora Kelly, die leitende Kuratorin der neuen Ausstellung. Margo Green, die im Krankenhaus um ihr Leben kämpft. Constance Greene, die von Diogenes immer mehr beeinflusst wird, sodass ihre Weltanschauung ins wanken gerät und sie etwas macht, was man von ihr niemals erwartet hätte. Ferner noch der selbstsichere Profiler Eli Glinn, Pendergasts geheimnisvoller „Chauffeur“ Proctor und Vincent D’Agosta, den die Ereignisse aus den vorherigem Band weiterhin zu erdrücken scheinen. Und natürlich auch Pendergast, der sein Leben in einer winzigen Zelle im Gefängnis fristet und von dem neidischen und böswilligen FBI-Agent Coffey auf extreme und unmenschliche Weise schikaniert wird.

Als es zu den Mordfällen im Museum kam und auf einen Fluch hingedeutet wurde, hatte ich beinahe befürchtet, dass das Buch von da an unrealistisch wird und es sich tatsächlich um einen Fluch handelt – doch glücklicherweise war meine Befürchtung vollkommen unbegründet. Schließlich läuft es darauf hinaus, dass die Ausstellungseröffnung mit Diogenes Plänen zusammenhängt.

Die Spannung steigert sich immer mehr einem Höhepunkt, sodass man einfach immer weiter lesen möchte. Einige Szenen sind wirklich schaurig gelungen, wie z.B. als Pendergast sich an das „Ereignis“ erinnert oder die Jagd im Museum nach dem Mörder. So erfährt man auch wieder etwas mehr über Pendergasts Kindheit. Der fesselnd und interessant geschriebene Gefängnisausbruch, bei dem Timing ganz oben steht, sowie der spektakuläre Showdown verursachen schließlich ein aufgeregtes Kribbeln durch die Ungewissheit, wie es ausgehen wird.

Während der gesamten Geschichte stellt man sich dann die Frage: Was passiert, wenn Diogenes und Pendergast zusammentreffen? Für das Ende der Geschichte hat das Autorenduo auf jeden Fall eine überraschende und interessante Lösung gefunden, obwohl das Ende, die Ereignisse nach der Eröffnungsfeier, etwas kurz im Vergleich zu der Handlung steht. Gleichermaßen erscheinen die Beweise, die Pendergast von den Morden entlasten sollen, unwahrscheinlich bzw. nicht eindeutig genug. Aber das ist der Geschichte nicht sehr abträglich.

Fazit:

Ein spannender und nervenaufreibender Thriller, der zur Hochform anläuft, die Trilogie zu einem spektakulären und einzigartigen Abschluss bringt. Kurz gesagt: Ein richtiger Pendergast-Roman und absolut zu empfehlen ist.

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