Revenge – Eiskalte Täuschung

Revenge – Eiskalte Täuschung

Inhalt:

Während eines Jagdausflugs in Schottland erfährt Agent Pendergast, der den geheimnisvollen Tod seiner Frau Helen aufzuklären versucht, dass Helen noch lebt. Doch ihr Bruder, der mehr darüber weiß, taucht spurlos unter und versucht mit allen Mitteln, Pendergast umzubringen, um Helens und sein Geheimnis zu hüten.

Pendergast bleibt nichts anderes übrig, als auf anderem Wege die Wahrheit herauszufinden, und beginnt unter Hochdruck, inoffiziell und alleine zu ermitteln, angetrieben von der unerschütterlichen Hoffnung, dass seine Frau noch lebt.

Seine Ermittlungen führen ihn letztendlich nicht nur zu der Wahrheit, sondern auch zu einer verbrecherischen, gnadenlosen Organisation, die seit Jahren geheim tätig ist.

Meine Meinung:

Revenge – Eiskalte Täuschung“ beginnt in Schottland, als Pendergast und sein Schwager Judson Esterhazy auf die Jagd gehen und sich einen hitzigen und atemberaubenden Kampf liefern, womit der abgebrochene Handlungsstrang aus „Fever“ wieder aufgenommen wird. Zwar erfährt man, dass Helen noch lebt, doch stellt man sich die Frage, wer dann in Helens Grab liegt bzw., ob Judson vielleicht nicht doch gelogen hat?

Hauptsächlich handelt „Revenge“ von Pendergasts Suche nach Helen sowie Judsons Bemühungen, den FBI-Agent umzubringen – das Judson bereits in „Fever“ versucht hat -, indem er diesen in eine Falle lockt, wovon auch der actionreiche Showdown handelt. Ferner erfährt man mehr über Helens Vergangenheit – Dinge, die auch Pendergast nicht gewusst hat. Neben der Haupthandlung gibt es noch eine kurze Nebenhandlung, in der Corrie Swanson etwas über die geheimnisvolle Organisation, den Bund, herausfindet, der mit Helens Vergangenheit stark zusammenhängt. Aber mehr als eine „Nebenrolle“ haben Corrie und D’Agosta in diesem Band nicht, dafür hat Constance Greene einen wichtigen Auftritt.

Die Handlung selbst erscheint etwas dünn, nur mit der Absicht Seiten zu füllen, doch gibt es auch herausragende, gut gelungene Szenen, darunter den Kampf um Leben und Tod am Anfang zwischen Pendergast und Esterhazy, dann den Showdown, wo die beiden den unvollendet abgebrochenen Kampf auf einer Yacht fortsetzen, und das Wiedersehen mit Helen.

Etwas unwahrscheinlich wirkt allerdings, dass es Pendergast geschafft hat, tödlich verwundet, meilenweit zu laufen und sich durch die Wildnis zu kämpfen.

Der Sprachstil und die Beschreibungen, z.B. der schottischen Landschaft, sind hingegen exzellent gelungen und verschaffen ein klares Bild der Umgebung.

Auch in „Revenge“ werden schließlich nicht alle Fragen gelöst, es endet mit einem offenen, spannungsgeladenen Ausgang, der bereits auf den dritten Teil der Helen-Trilogie hindeutet.

Fazit:

Revenge – Eiskalte Täuschung“ hat im Großen und Ganzen ein etwas gemäßtigteres Tempo, ist jedoch sehr spannend und zeigt interessante Entwicklungen auf. Um die Geschehnisse besser verstehen zu können, wäre es wichtig, „Fever“ vorher zu lesen. In „Revenge“ kann man mehr über den Bund und Helen herausfinden – ein guter Einstieg zu dem dritten Teil „Fear“.

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