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Handlung
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Atmosphäre
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Action
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Spannung
Information
| Titel: | Jack Bannister – Herr der Karibik |
| Autor: | Mac P. Lorne |
| Verlag: | Knaur |
| Erscheinungsdatum: | 1. Dezember 2022 |
| Seiten: | 624 |
| Erzählort: | Meer, Karibik, England, Afrika |
| Erzähldatum: | Ende 17. Jahrhundert |
| Erzählperspektive: | Personaler Erzähler |
| Genre: | Historischer Roman |
| Originaltitel: | Jack Bannister – Master of the Caribbean |
| Reihe: | ——- |
| ISBN: | 978-3-426-52874-7 |
Inhalt:
Jack Bannister ist Erster Offizier auf dem Handelsschiff “Golden Fleece” und segelt für die Royal African Company, als dieses in die Karibik segelt und von Piraten angegriffen wird. In letzter Minute übernimmt er das Kommando und schafft es mit einem geschickten Manöver, die Piraten zurückzuschlagen – jedoch mit einem Verlust, weshalb ihm auch Misstrauen unter anderem vom Gouverneur von Port Royal entgegengebracht wird. Später zurück in England wird er zum Kapitän des Handelsschiffes ernannt. Als er jedoch herausfinden muss, dass seine Frau ihn mit ihm bekannten Personen betrügt, im Glauben, sein berufliches Weiterkommen schneller voranzutreiben, ändert sich sein ganzes Leben auf einen Schlag. Jack Bannister sagt der Company und dem Königshaus der Stuarts, welche die unbesiegbare Royal Navy auf ihrer Seite hat, den Krieg an und begibt sich zurück in die Karibik, um Freibeuter zu werden.
Meine Meinung:
“Freunde”, rief er auf die Decks hinab, “wollen wir unser Leben lang davonlaufen, nur weil sich ein Schiff der Royal Navy zeigt? Sind wir Freibeuter oder Hasen, die die Beine unter den Arm nehmen, erspähen sie auch nur ein Barthaar des Fuchses?”
(S. 322 d. eBooks “Jack Bannister – Herr der Karibik” von Mac P. Lorne, Knaur Verlag)
Seit ich den Roman “Jack Bannister – Herr der Karibik” von Mac P. Lorne beim Stöbern entdeckt hatte, stieg meine Vorfreude auf die Geschichte immer weiter – und somit auch meine Erwartungen. Insgesamt finde ich, dass die Geschichte ein wirklich beeindruckender historischer Abenteuerroman ist mit einer schönen Atmosphäre, actionreichen Momenten und sehr darauf bedacht, Beschreibungen, wie z. B. Segelmanöver und die Zeit des 17. Jarhundert, so realistisch und detailliert wie möglich darzustellen. Aber auch gibt es hier einen für mich sehr bitteren negativen Punkt.
Vom Handelsschiffkapitän zum Herrn der Karibik
“Jack Bannister – Herr der Karibik” von Mac P. Lorne handelt von Jack Bannister, der von einem geschickten Ersten Offizier des Handelsschiffes “Golden Fleece” zu einem gefürchteten und berühmten Freibeuter der Karibik wird, der einen Rachefeldzug gegen das Königshaus in England und seinen früheren Arbeitgeber führt. Jack Bannister selber ist ein sehr loyaler und geschickter Seemann, der in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt und aus scheinbar aussichtslosen Situationen einen Ausweg findet. Und auf allen Seefahrten warten allerhand Probleme – nicht nur durch feindliche Schiffe, auch durch das Wetter und unter der Besatzung. Was die anderen Charaktere betrifft, so wirken diese eher oberflächlich.
Die Geschichte wird aus der Sicht von mehreren Haupt- und Nebencharakteren erzählt in Form des personalen Erzählers und wechselt innerhalb eines Kapitels, was mich anfangs ein bisschen irritierte und überraschte, da ich es sonst nur so kannte, dass es eine Perspektive pro Kapitel gibt. Zwar kam ich dadurch hin und wieder durcheinander, aber es war auch mal etwas erfrischend Neues.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist zum einen das Seefahrtsabenteuer an sich, zum anderen wie eine Person es mit einem viel mächtigeren Gegner aufnimmt und dabei zu einer Legende wird. Die Segelmanöver und Verteidigungsstrategien von Bannister sind dabei unglaublich spannend und actionreich – auch faszinierend detailliert geschildert. Auch die Atmosphäre der gesamten Geschichte war ganz großartig und der Schreibstil flüssig und zeitgerecht. Für mich wurde die Handlung dadurch zu einem gemütlichen, spannenden Abenteuerroman, der zum Teil auf wahren Begebenheiten beruhen soll.
Und somit komme ich auch zu ein paar negativen Punkten, die schwer wiegen. Zwar soll es Jack Bannister wirklich gegeben haben, wie auch einige Seeschlachten und weitere historische Begebenheiten, aber der Grund, warum er zum Freibeuter wurde, soll nicht bekannt sein. Mir hat der ausgedachte Grund, warum Bannister Freibeuter wurde, überhaupt nicht gefallen bzw. hat es mich enorm enttäuscht. Das liegt wohl zum einen daran, wie Bannister letztendlich damit umgeht – wie er handelt, seiner Frau gegenüber -, zum anderen dass ich es abgrundtief widerlich fand. Und da es ja der Beweggrund war, zieht es sich durch die Geschichte, sodass man recht oft von den vulgären Verhaltensweisen einiger Charaktere liest. Und…ich will so etwas einfach nicht mehr lesen!!! Ich hätte mir hier etwas Anderes erhofft, nämlich einen Grund, der mich eher hätte mitleiden lassen können – einen dramatischen Moment. Bannister wird immer als ein geschickter und loyaler Seemann dargestellt – seine Handlungen gegenüber seiner Frau fand ich dabei grottig und das gab nicht nur der Geschichte eine bittere Note, die mich enttäuschte, sondern machte mir Bannister noch unsympathisch in diesem Bezug. Ein weiterer negativer Punkt ist, dass mir einige Charaktere mit ihren Dialogen zu theatralisch gekünstelt vorkamen. Deswegen hat es leider nicht für 4 Sterne gereicht.
“Jack Bannister – Herr der Karibik” endet mit einem spannenden und fulminaten Showdown. Das Ende an sich wirkt dabei leider abgehackt, viel zu schnell beendet.
Allgemeine Infos: Am Anfang des Buches befindet sich gleich eine Aufstellung mit Bezeichnungen der Segel eines Schiffes im 17. Jahrhundert, eine Karte und ein Personenregister. Und am Ende gibt es historische Anmerkungen des Autors und ein Glossar.
Fazit:
Insgesamt ein spannender, actionreicher und dennoch gemütlicher historischer Abenteuerroman, der mir gut gefallen hat. Allerdings auch mit ein paar negativen Punkten, welche alles andere hin und wieder überschatteten.





