Rezension: “Fourth Wing – Flammengeküsst” von Rebecca Yarros, (1. Band)

Fourth Wing - Flammengeküsst
  • Handlung
  • Spannung
  • Action
  • Atmosphäre
  • Schreibstil
2

Information

Titel: Fourth Wing – Flammengeküsst
Autor: Rebecca Yarros
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: 21. Januar 2025
Seiten: 816
Erzählort: Basgiath, Navarre
Erzähldatum: Mittelalter
Erzählperspektive: Ich-Erzähler
Genre: Fantasy
Originaltitel: Fourth Wing
Flammengeküsst – Reihe: 1. Band
ISBN: 978-3-423-22099-6

Inhalt vom Verlag:

Violets Traum, Schriftgelehrte am renommierten Basgiath War College zu werden, zerplatzt jäh, da sie als Tochter der Generalin am Auswahlverfahren der Drachenreiter teilnehmen muss. Das erste Jahr wird nicht einmal die Hälfte aller Bewerber überleben, denn Drachen binden keine schwachen Menschen, sie fackeln sie nieder. Die meisten Kadetten wollen Violet allein aufgrund ihrer Herkunft niederstrecken – besonders Xaden, der mächtigste und skrupelloseste unter den Geschwaderführern. Und ohne Frage auch der attraktivste. Ausgerechnet ihm wird Violet unterstellt. Sie wird jeden Vorteil nutzen müssen, wenn sie überleben will. Denn am Basgiath War College haben alle eine Agenda und es gibt nur zwei Wege hinaus: den Abschluss machen oder sterben.

 

(Quelle: “Fourth Wing – Flammengeküsst” von Rebecca Yarros, dtv)

 

 

Meine Meinung:

“Fourth Wing – Flammengeküsst” von Rebecca Yarros ist der 1. Band einer Fantasy-Reihe, deren Anzahl an Bänden wahrscheinlich noch ungewiss ist. Auch wenn ich immer wieder auf der Suche bin nach Fantasy-Geschichten mit Drachen, so schreckte mich doch der Klappentext von “Fourth Wing” ein wenig ab. Der Grund dafür ist, weil dieser auf eine Story hinweist, die wieder genau die gleichen abgedroschenen Klischees bietet: Ein Mädchen, welches unscheinbar ist, aber verborgene Kräfte hat, die sich noch zeigen; in einer Akademie spielt, wo sie das Kämpfen lernt und dann dort auf einen – natürlich – total attraktiven Typen trifft, der absolut skrupellos und mächtig ist, sie erstmal bekämpft – bis sie dann hemmungslos einander verfallen. Warum habe ich es trotzdem gelesen? Nun ja, weil die vielen positiven Bewertungen mich neugierig machten…und weil Drachen darin vorkommen sollen. Als dann die Taschenbuchausgabe mit dem schönen glänzenden Cover erschien, dachte ich mir, dass ich es ja mal versuchen könnte. Leider ist es genauso gekommen wie befürchtet. Ich kann deshalb nicht einmal sagen, dass “Fourth Wing” eine Enttäuschung war, da das zumindest darauf schließen würde, dass ich bestimmte Erwartungen an die Geschichte gehabt hätte. Also: Mein Flop des Jahres 2025.

 

“Ein Drache ohne seinen Reiter ist tragisch. Ein Reiter ohne seinen Drachen ist tot.”

(s. 8 aus “Fourth Wing – Flammengeküsst” von Rebecca Yarros, dtv)

 

“Fourth Wing” spielt in einer Art Fantasy-Mittelalter und beginnt damit, dass Violet Sorrengail sich auf dem Weg zum Basgiath War College macht, um dort ihre Ausbildung als Drachenreiterin zu beginnen. Eigentlich wollte sie Schriftgelehrte werden, aber da ihre Mutter Generalin, ebenfalls Drachenreiterin, ist, hatte diese darauf bestanden, dass ihre Tochter den gleichen Weg einschlagen soll. Die Ausbildung im College ist alles andere als einfach – und kann in bestimmten Fällen zum Tode führen. Nicht nur durch die Aufgaben und die Schlägereien im Zweikampf, sondern auch durch die Drachen, die Lehrer und andere Kadetten. Insgesamt hat mich alles an diesem College verwundert und angeekelt. Im College kann man dann verfolgen, wie Violet mit hinterhältigen Tricks versucht, dort zu überleben. Und währenddessen nimmt die für mich nicht nachvollziehbare “Liebesgeschichte” einen beträchtlichen Teil der Handlung ein. Auf der einen Seite ist ihr langjähriger Freund, der ständig meint, sie beschützen zu wollen und sie nervtötend bevormundet. Und auf der anderen Seite steht der von allen als böse und mächtig beschriebene Xaden, welcher ein Verräter ist und angeblich plant, Violet umzubringen. Zumindest wird letzteres ständig erwähnt – ich habe davon nur nichts gemerkt, dass es wirklich so ist. Und damit kommt es dann zu dieser “Enemies to Lovers”-Sache, und haufenweise Seiten werden damit gefüllt, wie die beiden sich u. a.  “anschmachten”, mit unglaublich langen, ausführlich und wirklich ekelhaft beschriebenen körperlichen Szenen. Ich fand es vorhersehbar, langweilig und anstrengend.

Die Charaktere: Die Drachen, die erst relativ spät öfter in der Geschichte vorkommen, waren noch die besten Charaktere. Alle anderen waren für mich nicht nur langweilig, sondern gingen mir auch auf die Nerven. Immer wieder gab es die gleichen Diskussionen und Auseinandersetzungen und Anschmachtungen.

Der Schreibstil: Einfach und umgangsprachlich gehalten – leider überhaupt nicht mein Geschmack.

Weltenbau: Alles wird nur grob umrissen, sodass ich keine Tiefe erkennen konnte und somit auch kein Interesse an dieser Welt entwickelte.

Seit der Hälfte des Buches habe ich nur noch quergelesen, weil ich es nicht mehr aushielt, aber dennoch wissen wollte, wie es zumindest ausgeht. Ich breche nicht gerne Bücher ab – außerdem habe ich merkwürdigerweise immer noch dieses bisschen Hoffnung, dass ich was verpassen könnte, was eine Geschichte für mich vielleicht doch noch mitreißend machen könnte. Doch leider vergeblich. Nicht einmal der Showdown konnte mein Herz zum Klopfen bringen. Die Reihe werde ich nicht weiterlesen.

 

Fazit:

Mein Flop des Jahres 2025. Weder die Geschichte an sich noch die Charaktere, der Weltenbau oder der Schreibstil konnten mich mitreißen. Für mich war “Fourth Wing” leider nicht nur langweilig und oberflächlich, sondern auch nervig und ärgerlich. Die Reihe werde ich nicht weiterlesen.

 

 

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