Rezension: „Marwani – Mitten ins Herz“ von Maren Dammann

Marwani
  • Handlung
  • Spannung
  • Atmosphäre
  • Schreibstil
4

Information

Titel: Marwani – Mitten ins Herz
Autor: Maren Dammann
Verlag: Planet! (Thienemann-Esslinger)
Erscheinungsdatum: 18. Juli 2019
Seiten: 288
Erzählort: Deutschland
Erzähldatum: heutige Zeit
Erzählperspektive: Personaler Erzähler
Genre: Unterhaltungsroman
Originaltitel: —————————-
Reihe: —————————-
ISBN: 978-3-522-65415-9

Inhalt:

Aufgrund eines schrecklichen Unfalls muss die 16-jährige Mira im Rollstuhl sitzen und hat jede Freude am Leben verloren. Noch schlimmer wird es, als ihre Eltern ein Haus neben einem Pferdehof kaufen. Denn Mira mag keine Pferde und hat auf dem Land keine Möglichkeiten neue Freunde zu finden. Als der Pferdehof jedoch ein neues Pferd bekommt, die temperamentvolle und selbstbewusste Schimmelstute Marwani, scheint sich alles zu ändern. Bald erkennt Mira, dass Marwani und sie viel gemeinsam haben – beide haben etwas verloren und müssen mit den Konsequenzen klarkommen. Doch vielleicht wird alles einfacher, wenn man das zusammen durchsteht.

Meine Meinung:

Ein wirklich schönes, gefühlvolles und unterhaltsames Buch über Pferde, Trauerbewältigung, Verlust, Hoffnung – und eine außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem Mädchen und einem Pferd, die uns zeigt, dass vielleicht doch nicht alles unmöglich ist und selbst die tiefsten und schmerzhaftesten Wunden einmal heilen können.

„Ein Sprichwort sagte: >>Je stiller ein Mensch ist, desto lauter ist es in ihm.<< Mira war sehr ruhig geworden in letzter Zeit. Aber nur nach außen hin. In ihr brodelte es und die Verzweiflung wuchs immer mehr.“

(S. 17 des eBooks „Marwani“ von Maren Dammann, Thienemann-Esslinger Verlag)

In „Marwani – Mitten ins Herz“ von Maren Dammann geht es um die 16-jährige Mira, die seit einem Unfall gelähmt ist und im Rollstuhl sitzt. Mira ist einmal ein lebhaftes und frohes Mädchen gewesen, hat in ihrem Leben Träume gehabt, die sie verwirklichen wollte. Doch von einem Tag auf den anderen sind alle ihre Zukunftsträume zerstört, da sie ihre Beine dafür bewegen können müsste, was aufgrund der Lähmung nicht mehr geht. Ihr gesamtes Leben stellt sich um. Ihre Familie umsorgt sie, als könne sie nichts mehr alleine zustande bringen, und ihre Freunde lassen sie im Stich. Und als wäre das nicht schon zu viel, kaufen ihre Eltern auf dem Land ein Haus, direkt neben einem Pferdehof. Mira mag keine Pferde, aber besonders kann sie es nicht ertragen, dass, wenn sie aus ihrem Zimmerfenster auf die Koppel blickt, sie die Pferde beim unbekümmerten Herumtoben und Spielen beobachten kann. Und Mira wünscht sich doch so gern, auch endlich wieder laufen zu können. Ihre Trauer sitzt tief, nichts scheint ihr helfen zu können. Sie zieht sich in ihr Zimmer zurück und will nur noch schlafen – oder sterben. Bis eines Tages plötzlich die wilde Schimmelstute Marwani auf dem Pferdehof auftaucht und ihre Aufmerksamkeit erregt. Marwani ist früher ein berühmtes Springpferd gewesen, bis sie für ihre ehemalige Besitzerin nutzlos geworden und wie ein beschädigter Gegenstand verkauft worden ist. Sie hat das Vertrauen verloren und lässt niemanden an sich heran. Mira und Marwani teilen eine dramatische Vergangenheit mit Wunden, die in die Gegenwart reichen und der Schwierigkeit, mit den neuen Umständen klarzukommen, um nicht daran vollends zu zerbrechen. Was alleine unmöglich scheint, schaffen sie vielleicht zusammen. Doch eine Menge Unterstützung erhalten beide auch von dem selbstlosen, humorvollen und unerschütterlichen Stalljungen Dan, für den der Pferdehof seine absolute Lebenserfüllung ist.

„Mira ist stark. Stärker als jeder andere. Sie hat es nur vergessen.“

(S. 63 des eBooks „Marwani“ von Maren Dammann, Thienemann-Esslinger Verlag)

Neben den Hürden, die Marwani und Mira gemeinsam überwinden müssen, gibt es auch noch einige andere Konflikte zu lösen und Spannungselemente  – so z. B. den grimmig wirkenden Hofbesitzer Herrn Grollmann und dann noch einige Menschen, welche den Pferdehof ruinieren wollen. Auch eine leichte Liebesgeschichte ist hier mit eingeflochten.

„Marwani hatte ihr beigebracht, dass man seine Grenzen erst kennenlernt, wenn man über sie hinauswächst.“

(S. 127 des eBooks „Marwani“ von Maren Dammann, Thienemann-Esslinger Verlag)

Maren Dammann hat einen leichten und angenehmen Schreibstil, dem man schnell und problemlos folgen kann. Zudem hat sie die Problematik und die Gefühle in „Marwani – Mitten ins Herz“ wirklich sehr einfühlsam und geschickt geschildert. Trauer, Verzweiflung, Hoffnung, die sehr sympathischen und gut gezeichneten Charaktere und die Handlung – einfach alles ist nachvollziehbar beschrieben und ich konnte wirklich sehr gut mitfühlen. Und ich habe sehr auf ein Happy-End gehofft. Man merkt, dass die Autorin Erfahrung mit Pferden hat und diese neben ihrer Liebe zu Pferden in jedes ihrer Worte einbindet.

Fazit:

Eine schöne, gefühlvolle und unterhaltsame Geschichte, in der es um Trauer, Verlust, Hoffnung, der Liebe zu Pferden und über eine unerschütterliche Freundschaft zwischen einem Pferd und einem Mädchen geht. Alles in allem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen.

Vielen Dank an den Planet! Verlag (Thienemann-Esslinger) für das Rezensionsexemplar!

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