Rezension: Frost & Payne – Die mechanischen Kinder 1: Die Jagd beginnt“ von Luzia Pfyl (Band 1, 2 und 3)

  • Handlung
  • Spannung
  • Atmosphäre
  • Action
  • Schreibstil
4

Information

Titel: Frost & Payne – Die mechanischen Kinder 1: Die Jagd beginnt“
Autor: Luzia Pfyl
Verlag: Greenlight Press
Erscheinungsdatum: Mai 2017
Seiten: 368
Erzählort: London u.a.
Erzähldatum: 1885
Erzählperspektive: Personaler Erzähler
Genre: Science-Fiction
Originaltitel: —————————-
Frost & Payne – Reihe: 1., 2. und 3. Band
ISBN: 978-3-95834-241-5

Inhalt:

Lydia Frost ist eine Diebin gewesen, doch vor Kurzem hat sie eine Agentur für Verlorenes und Vermisstes eröffnet. Das Geschäft läuft anfangs schlecht, bis sie plötzlich zwei Aufträge auf einmal bekommt. Den Dragons, eine Organisation, soll sie ein altes Buch zurückbringen, welches ihnen gestohlen worden ist, und für Cecilia Payne soll sie ihren Mann Jackson Payne finden, der seit Wochen vermisst ist. Frost ahnt nicht, wie sehr beide Fälle eigentlich zusammenhängen – und dass sie bald nicht mehr alleine arbeiten muss.

Meine Meinung:

In letzter Zeit stoße ich immer wieder auf das Wort „Steampunk“. Erst habe ich es ignoriert, aber dann doch mal nachgeschaut, was es mit diesem Wort so auf sich hat. Steampunk ist sozusagen ein Genre, welches sich dem Science-Fiction zuordnen lässt. Kleidung, Material, Verhalten entspricht dem viktorianischem Zeitalter, nur dass eben noch moderne und futuristische Technik dazu kommt, wie z.B. Luftschiffe, elektrische Kanonen, Aetherlampen etc. Das hörte sich für mich erst mal ein bisschen komisch an, aber ich mag gerne neue Sachen ausprobieren. Das ist u.a. ein Grund, warum ich auf die „Frost & Payne – Reihe“ von Luzia Pfyl aufmerksam wurde – der andere Grund ist, dass der Klappentext einfach spannend klingt. Und nun denke ich, dass Steampunk definitiv einiges an Potential für unterhaltsame Geschichten zu bieten.

Agentur für Verlorenes und Vermisstes

In „Frost & Payne“ findet man sich im Jahre 1885 in einem London wieder, welches ständig von Smog eingehüllt wird, das Zentrum eines weltweiten Imperiums und gleichzeitig die größte Stadt der Welt ist. Es gibt soll haufenweise Fabriken geben, Maschinen für viele Lebensbereiche und Luftschiffe. In London lebt die ehemalige Diebin Lydia Frost, die gerade eine Art Detektei, nämlich die Agentur für Verlorenes und Vermisstes, eröffnet hat. Sie ist äußerst geschickt, scharfzüngig, klug und gut in Improvisation. Frost versucht von ihrem früheren gesetzlosen Leben wegzukommen und sich etwas Eigenes aufzubauen, dabei wird sie jedoch hin und wieder von ihrer Vergangenheit eingeholt – zum einen von den Dragons, einer chinesischen Organisation, für die sie gearbeitet hat und die sie ungern „freilassen“ wollen, zum anderen von der Außergewöhnlichkeit, dass sie ein mechanisches Herz hat und weder dafür noch für ihr unglaubliches Talent Schlösser zu knacken den Grund kennt. Die Agentur läuft nicht wirklich gut – bis sie plötzlich zwei Aufträge auf einmal bekommt. Die Dragons wollen, dass sie ihnen ein Buch wiederbeschafft, welches ihnen gestohlen worden ist. Außerdem wird Frost von der rationalen und begeisterten Wissenschaftlerin Cecilia Payne darum gebeten, ihren Mann Jackson Payne zu finden, denn dieser ist seit Wochen spurlos verschwunden. Der anfangs ein wenig steife und ruhige Amerikaner Jackson Payne verfolgt währenddessen seine eigenen Ziele: Er ist früher einmal Detektiv in New York gewesen und versucht seine seit Monaten verschwundene Tochter wiederzufinden. Lange dauert es nicht, dann werden Frost und Payne zu einem interessanten Team.

Frost & Payne – eine definitiv unterhaltsame Story

Mehrere Bände in einem Band

„Frost & Payne – Die mechanischen Kinder 1: Die Jagd beginnt“ von Luzia Pfyl beinhaltet die ersten drei Bände der „Frost & Payne – Reihe“, nämlich „Die Schlüsselmacherin“ (1. Band), „Die mechanischen Kinder“ (2. Band) und „Die Bibliothek des Apothekers“ (3. Band). Es sind jeweils immer relativ kurze Geschichten, die recht schnell durchgelesen sind, weil sie wirklich sehr unterhaltsam sind. Es gibt zwar immer neue Fälle, doch der Fall mit den mechanischen Kindern zieht sich durch alle Geschichten. Was hier besonders heraussticht: Jede Story endet mit einem eindrucksvollen Cliffhanger, sodass man einfach immer weiterlesen möchte.

Cover des Auftaktbands „Die Schlüsselmacherin“:

© Greenlight Press Verlag

Der Schreibstil ist locker und flüssig, die Handlung spannend, rasant und actionreich, dass keine Langeweile aufkommen kann. Was mir auch gefallen hat, ist die Zusammenarbeit zwischen Frost & Payne, da sie ein gutes Team bilden und es zwischen beiden hin und wieder zu einigen Sticheleien und humorvollen Dialogen und Szenen kommt. Ich werde die Reihe gerne weiterverfolgen.

Fazit:

Mein erstes Buch im Steampunk-Format – und es konnte mich sehr gut unterhalten. Eine spannende und recht actionreiche Handlung mit vielen Cliffhangern, unerwarteten Wendungen, einem unterhaltsamen Schreibstil und relativ kurzen Geschichten lässt keine Langeweile aufkommen. Auch Humor kommt immer im passenden Moment. Frost und Payne bilden ein sehr gutes Detektiv-Team. Für jeden, der das Genre mag oder es kennen lernen möchte.

Vielen Dank an den Greenlight Press Verlag für das Rezensionsexemplar!

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