Buchtipp des Monats – August 2019

Wie einige das vielleicht mitbekommen haben, habe ich auf Twitter vor mehreren Wochen (oder auch Monaten, weiß ich nicht mehr genau ^^) eine Umfrage gestartet, ob überhaupt Interesse an einem Buchtipp des Monats besteht – und die meisten sind dafür gewesen! 🙂 Also werde ich von nun an jeden Monat euch ein Buch vorstellen, welches aus ganz unterschiedlichen Genres sein kann. Es wird nicht immer ein Buch sein, das ich mit 5 Sternen bewertet habe, außerdem kann es schon Jahre zurückliegen, dass ich das ausgewählte Buch gelesen habe. Welches Buch ich monatlich auswähle, hängt von verschiedenen Faktoren ab, z. B. von der Handlung, den Charakteren und wahrscheinlich vom Ort, vom derzeitigen Wetter bzw. von der Jahreszeit – das kann auch variieren. Ich möchte euch nicht mit Rezensionen aus der Vergangenheit langweilen, sondern einfach einige Bücher nochmal hervorheben. Vielleicht gefällt euch ja eines. ^^

Doch nun zu meinem Buchtipp im August 2019:

Wunderschöne Landschaften und eine gefühlvolle Story

Der Monat August ist dafür bekannt, einer der heißesten Monate des Jahres zu sein. Für mich ist der Sommer, insbesondere Juli und August, am schönsten, denn dann ist die Zeit angebrochen, in der ich endlich mal nicht friere. Im Sommer 2016 habe ich den Roman „Dieses goldene Land“ von Barbara Wood gelesen. Der Roman, der in Australien Mitte des 19. Jahrhunderts spielt, war davor schon lange auf meiner Wunschliste gewesen. Und als ich es dann gelesen hatte, wurde es zu einem unvergesslichen Highlight für mich und sorgte dafür, dass ich noch mehr Bücher lesen wollte, die in fernen Ländern spielen.

Dieses goldene Land
© S. FISCHER Verlag GmbH

Rezension zu „Dieses goldene Land“ von Barbara Wood

In „Dieses goldene Land“ von Barbara Wood geht es um die Arzttochter Hannah Conroy, die gerade ihre Ausbildung zur Hebamme abgeschlossen hat und davon träumt, irgendwann Ärztin zu werden, was für eine Frau in dem Jahrhundert äußerst schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist. Um ihren Traum zu verwirklichen, verlässt sie England und reist nach Australien. Bereits auf der gefährlichen Überfahrt lernt sie den abenteuerlustigen Naturwissenschaftler und Fotograf Neal Scott kennen – und zwischen beiden entwickeln sich tiefere Gefühle. Ihre Wege trennen sich jedoch in Australien: Während sich Neal auf eine Expedition in die unerforschten Regionen des fünften Kontinents und die geheimnisvolle Welt der Aborigines begibt, versucht sich Hannah in Adelaide als Hebamme zu etablieren, ohne zu wissen, ob sie sich jemals wiedersehen werden.

Warum ist „Dieses goldene Land“ für mich ein Highlight geworden? Freiheit und Hoffnung.

Wenn ich an Australien denke, kommen mir Bilder von weiten Landschaften mit rotem Sand oder dichter Dschungel in den Sinn, unerforschte Regionen, Abenteuer, Küsten und Klippen, an denen sich die Wellen brechen, viele unterschiedliche Tierarten, wie z. B. Koalas, Kängurus, Schlangen, Spinnen. Ich verbinde es auch mit den Wörtern“Freiheit“ und „Hoffnung“. Genau diese beiden Wörter spielen hier eine große Rolle. Denn Hannah hat ihre gewohnte Umgebung verlassen, um in einer Welt, die vollkommen anders ist und noch viele Geheimnisse birgt, nochmal neu anzufangen. Sie ist frei von den hemmenden Ansichten, denn in Australien des 19. Jahrhunderts scheinen mehr Möglichkeiten zu bestehen. Und sie hat endlich Hoffnung, ihren Traum zu verwirklichen.

Die Charaktere werden von der Autorin sehr geschickt dargestellt. Hannah und Neal, die einige schwierige Abenteuer zu bestehen haben, lernen in Australien weitere Menschen kennen,  wobei jeder in seiner Vergangenheit etwas sehr Tragisches miterlebt hat, einen Konflikt noch bewältigen muss, der ihnen keine Ruhe lässt. Die einzelnen Lebenswege werden auf sehr mitreißende Weise miteinander verflochten, was mir richtig gut gefallen hat.

Und dann sind da noch die atemberaubenden und wunderschönen Beschreibungen der unerforschten und wilden Natur Australiens, die äußerst farbenprächtig sind und mich in diese Welt mit all ihren Besonderheiten versetzen konnte. Barbara Wood lässt in ihre Story Legenden, Anekdoten und den Konflikt zwischen Einwanderern und Aboriginies einfließen, vor dem Hintergrund der fabelhaften Landschaft des riesigen Kontinents.

Und das alles ist einfach so wunderschön und herzergreifend erzählt, dass ich von diesem Roman immer noch schwärme und sich die Story nachhaltig in mein Gedächtnis gebrannt hat. „Dieses goldene Land“ ist eine absolute Leseempfehlung, doch besonders schön ist es, diese Geschichte im Sommer zu lesen.

Vielleicht habt ihr das Buch ja auch schon gelesen oder ein anderes von Barbara Wood? Oder ihr seid neugierig auf „Dieses goldene Land“ geworden? Bei mir auf dem E-Reader wartet jedenfalls noch „Rote Sonne, Schwarzes Land“ von der Autorin auf mich.

Viele Grüße

Kristin

 

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