Rezension: „Agarax – Der Hexenfluch“ von Leo Aldan

Inhalt:

Jeff steht kurz vor seinem 28. Geburtstag, als er zu seinem Heimatort zurückkehrt – Pine Dale, eine abgelegene Kleinstadt in den Bergen von West Virginia -, um dort Nachforschungen über seine Ahnen anzustellen, da sein Vater und Großvater im Alter von 28 Jahren verstorben sind. Doch kaum hat er das ruhige Städtchen betreten, geschieht ein brutaler Mord nach dem anderen – Täter unbekannt.

Bei seiner Suche stößt Jeff allerdings nicht nur auf ein unfassbares Geheimnis, das ihn mit den Mordopfern in Verbindung bringt, sondern auch auf eine mögliche Ursache der Mordfälle – ein Fluch. Um den Mörder aufzuhalten, muss Jeff sich zusammen mit seiner Jugendfreundin Nicole, die auf der Suche nach ihrer verschwundenen Mutter nach Pine Dale gekommen ist, in eine Welt begeben, in der es tatsächlich Hexen und Magie gibt.

Meine Meinung:

Ein Buch zu lesen, welches eine Mischung aus Thriller bzw. Krimi und Fantasy ist, weckte sofort meine Neugier. Die Handlung beginnt damit, dass Jeff bald 28. Jahre alt wird und nach Pine Dale fährt – seinem Geburtsort -, um dort herauszufinden, warum sein Vater und Großvater in diesem Alter auf dieselbe Weise gestorben sind. Währenddessen wird die sonst so ruhige Kleinstadt von einer Mordserie erschüttert. Zusammen mit Pater Crusenberry findet Jeff heraus, dass die Mordfälle nicht nur mit ihm zusammenhängen – auf den Opfern und ihm lastet derselbe Fluch, ausgesprochen von einer Hexe -, sondern auch mit dem Devils Gate oben in den Bergen.

Genau genommen kann man „Agarax“ in zwei Teile trennen: der „Krimi-Anfang“, welcher in Pine Dale spielt und ca. 1/3 des Buches einnimmt, und den „Fantasy-Teil“, worauf die Geschichte hauptsächlich abzielt, der Aufenthalt in dem Reich der Hexen, zu welchem man durch den Eingang zur Hölle (Devils Gate) gelangt. Die Geschichte und Idee fand ich gleich interessant, aber anfangs recht zäh und mühselig umgesetzt. Zudem fehlt es den Charakteren leider etwas an Tiefe. Nach und nach arbeitet man sich jedoch sozusagen in die Handlung ein, welche dann auch an Spannung zulegt und unerwartet immer facettenreicher wird. Ebenso hat mir auch gefallen, dass die Geschichte eine Wendung genommen hat, mit der ich nicht gerechnet hatte und man ständig mit neuen Überraschungen konfrontiert wird. Wie z.B. die Welt der Hexen, die Stadt Alterlaan, welche sehr fantasievoll und magisch geschildert wurde, wer Nicole tatsächlich ist und was aus Jeff schließlich wird. Und in dieser Welt müssen sich die beiden eigentlich „normalen“ Menschen zurechtfinden und gegen einen Gegner kämpfen, den es normalerweise nicht geben dürfte.

Insgesamt wurde in dem Buch vom Autor eine recht düstere und mysteriöse Atmosphäre erschaffen. Der Schreibstil ist gut zu lesen und das Ende wirklich sehr gelungen.

Am Schluss befindet sich noch ein Fremdwörterverzeichnis, wo Begriffe geklärt werden bzw. nochmal nachgelesen werden können.

Fazit:

Ein unterhaltsames „Krimi-Fantasy-Abenteuer“, welches zwar einige Schwächen aufweist, aber mit der Zeit an Spannung gewinnt und unvorhergesehene Wendungen bietet.

Vielen Dank an den Autor Leo Aldan für das Rezensionsexemplar!

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