Rezension: „Der Insasse“ von Sebastian Fitzek

Der Insasse
  • Handlung
  • Spannung
  • Atmosphäre
  • Schreibstil
5

Information

Titel: Der Insasse
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 24. Oktober 2018
Seiten: 384
Erzählort: Berlin (Deutschland)
Erzähldatum: Heutige Zeit
Erzählperspektive: Personaler Erzähler
Genre: Thriller
Originaltitel: Der Insasse
Reihe: ——————–
ISBN: 978-3-426-51944-8

Inhalt vom Verlag:

Zwei entsetzliche Kindermorde hat er bereits gestanden und die Berliner Polizei zu den grausam entstellten Leichen geführt. Doch jetzt schweigt Guido T., der im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie einsitzt, auf Anraten seiner Anwältin. Die Polizei ist sicher: Er ist auch der Entführer des sechsjährigen Max, der seit einem Jahr spurlos verschwunden ist. Die Ermittler haben jedoch keine belastbaren Beweise, nur Indizien. Und ohne die Aussage des Häftlings werden Max’ Eltern keine Gewissheit haben und niemals Abschied von ihrem Sohn nehmen können.
Monate nach dem Verschwinden von Max macht ein Ermittler der Mord-Kommission dem verzweifelten Vater ein unglaubliches Angebot: Er schleust ihn in das psychiatrische Gefängnis-Krankenhaus ein, in dessen Hochsicherheitstrakt Guido T. eingesperrt ist. Als falscher Patient, ausgestattet mit einer fingierten Krankenakte. Damit er dem Kindermörder so nahe wie nur irgend möglich ist und ihn zu einem Geständnis zwingen kann.

(Quelle: www.droemer-knaur.de)

 

Meine Meinung:

„Der Insasse“ von Sebastian Fitzek ist ein Einzelband, der schon seit langer Zeit auf meinem eReader darauf wartete, endlich gelesen zu werden. Da ich seit einigen Jahren fast nur Bücher aus den Genre Fantasy und Science-Fiction gelesen hatte und mich in einer frustrierenden Leseflaute befinde, brauchte ich unbedingt eine Abwechslung. Und dieser Psychothriller ist das erste Buch, das mich seit meiner Leseflaute wieder richtig packen konnte.

 

Wie weit würdest du gehen, um die Wahrheit zu erfahren?

 

In „Der Insasse“ dreht es sich darum, dass der Serienmörder Guido T. alle seine Morde gestanden hat – bis auf einen, nämlich den Mord an den spurlos verschwundenen sechsjährigen Max, obwohl vieles auf ihn als Täter hindeutet. Doch Guido, der im Hochsicherheitstrakt einer Psychiatrie einsitzt, schweigt weiterhin auf Anraten seiner Anwältin. Und somit bleibt die Ungewissheit für die Eltern. Max’ Vater Till kann mit dieser Ungewissheit nicht länger leben und fasst Monate nach dem Verschwinden seines Sohnes einen Plan: Er will sich mit einer anderen Identität in die gleiche Psychiatrie einweisen lassen, um somit an den Mörder heranzukommen und von diesem die Wahrheit zu erfahren. Die nötige Hilfe dafür findet er, doch in der Psychiatrie ist er auf sich alleine gestellt. Da warten nicht wenige Probleme auf ihn – nicht nur, dass es nicht so leicht ist zum Mörder zu gelangen, auch geschehen merkwürdige Dinge dort, die sein Leben bedrohen. Und diesen Albtraum muss er bis zum Ende durchhalten, wenn er erfahren möchte, was mit seinem Kind passiert ist…

 

Eine Geschichte, die dem Genre Psychothriller alle Ehre macht

 

Der Klappentext klingt erstmal ganz spannend, doch der Lauf dieser Geschichte, wie sie sich entwickelt und immer weiter verzweigt….das ist einfach heftig und hat mir richtig gut gefallen!

Erzählt wird die Handlung größtenteils aus Sicht des Vaters Till in der personalen Erzählweise, aber hin und wieder auch aus der Sicht von anderen Charakteren. Ich fand schon allein die Idee, dass jemand eine falsche Identität von jemanden annimmt, der wirklich existiert hat, und sich dadurch in eine Psychiatrie einschleust, wirklich interessant. Doch es ist genial und sorgt für einen heftigen Gruselschauer, was Till dort in der Klinik nach und nach erfährt und erlebt. Denn die Story ist weitaus tiefgründiger, als der Klappentext vermuten lässt. Hier schlägt der Weg zur Auflösung nicht selten eine neue überraschende und erstaunliche Richtung ein. Es gibt so einige Momente, wo mir vor Spannung die Luft wegblieb und ich den eReader nicht aus der Hand legen konnte. Der Fokus liegt hier ganz klar auf der Story an sich mit ihren unglaublichen Überraschungen, die jedes Mal für Herzklopfen sorgen konnten. Auch der Schreibstil hat mir sehr gefallen – flüssig, schnell zu lesen, keinesfalls langatmig.

Der Showdown und die Auflösung sorgten dann noch für eine Menge Entsetzen – positiv gemeint, ich konnte regelrecht geschockt werden. Ich fand es ganz großartig – und unerwartet, hätte mit dieser Lösung absolut nicht gerechnet. Für mich wurde es zum Highlight.

Die Danksagung am Ende war auch mal eine interessante und coole Idee.

„Der Insasse“ ist das erste Buch, das ich von Sebastian Fitzek gelesen habe – und es wird definitiv nicht das letzte Buch sein, das ich von ihm lesen werde. Ein weiterer Thriller von ihm, nämlich “Der Heimweg”, ist bereits auf meinem eReader gelandet. ^^

 

Fazit:

Was für ein genialer Psychothriller, der ständig eine neue unglaubliche Überraschung präsentiert. Seit langem konnte mich ein Buch wieder richtig packen!

 

 

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