Rezension: „Die Schneeschwester“ von Maja Lunde

  • Handlung
  • Spannung
  • Atmosphäre
  • Schreibstil
5

Information

Titel: Die Schneeschwester
Autor: Maja Lunde
Verlag: btb (Random House Verlagsgruppe)
Erscheinungsdatum: 1 .Oktober 2018
Seiten: 194
Erzählort: Norwegen
Erzähldatum: —–
Erzählperspektive: Ich-Erzähler
Genre: Fantasy
Norwegischer Originaltitel: Snososteren
ISBN: 978-3-442-75827-2

Inhalt vom Verlag:

Bald ist Heiligabend. Für Julian ist das der schönste Tag des Jahres. Lebkuchen und Klementinen, das Knistern und Knacken im Kamin, das flackernde Licht der Kerzen. Außerdem wird er an Heiligabend 10 Jahre alt. Doch dieses Jahr ist alles anders. Ein tiefer Schatten liegt über der Familie. Und Julian hat eigentlich nur ein Gefühl: Weihnachten ist abgesagt.

Bis Julian Hedvig begegnet. Hedvig hat grüne Augen, redet schneller als der Wind und liebt Weihnachten über alles. Ganz langsam glaubt Julian, dass es doch noch ein Weihnachten für ihn geben könnte. Allerdings hat Hedvig ein großes Geheimnis…

Meine Meinung:

Maja Lundes Weihnachtsgeschichte „Die Schneeschwester“ ist wunderschön, herzzerreißend und unglaublich wundervoll erzählt, dass meine Augen tatsächlich nicht trocken bleiben konnten. Das Buch ist definitiv einzigartig. Vielleicht nicht unbedingt das Richtige für ein Kind, da es doch sehr traurig ist, aber auf jeden Fall für die Weihnachtszeit, da es hervorragend in Weihnachtsstimmung versetzt. Denn auf eine strahlende und tröstende Art wird hier die bewegende Geschichte von zwei Freunden erzählt, der Trauerbewältigung, Einsamkeit und einem Weihnachtsfest, welches dieses Jahr womöglich nicht stattfindet – und von Wundern, die doch noch geschehen können.

Weihnachtsstimmung ist ein weiches und warmes Gefühl, das in den Zehen kribbelt und das Herz ein klein wenig schneller schlagen lässt, jedoch nicht so schnell, dass es unangenehm wird.“

(Die Schneeschwester von Maja Lunde, S. 86, btb Verlag)

In der Geschichte dreht es sich um Julian, der an Heiligabend 10 Jahre alt wird und für den Weihnachten der schönste Tag des Jahres ist. Doch seitdem seine Schwester Juni im Sommer gestorben ist, ist zu Hause nichts mehr so, wie es gewesen ist – Junis Tod lastet schwer auf der Familie. Es sieht so aus, als würde es niemals mehr Freude geben, und die Trauer lähmt alle. Wie sollen sie da glücklich Weihnachten feiern können?

Doch dann begegnet Julian plötzlich Hedvig – ein Mädchen mit rotem Haar, grünen Augen und einem roten Mantel. Hedvig ist ein absolut lebensfrohes Mädchen, dass ohne Punkt und Komma redet, immer fröhlich ist und Weihnachten über alles liebt. Als Julian und Hedvig Freunde werden und in Hedvigs warmen, gemütlichen und vollkommen weihnachtlich geschmückten Haus Kakao trinken, kann Julian sein Glück nicht fassen und schafft es endlich, seine Trauer zu bewältigen. Nun liegt es an ihm, seiner Familie dabei zu helfen.

Weihnachtsregel Nummer eins: Es kann nie genug Weihnachten geben. Selbst die Besenkammer muss geschmückt werden; ich habe einen eigenen Weihnachtsmann, den ich dort hineinsetze, und wenn man dann die Tür öffnet, um etwas so Langweiliges wie den Besen herauszuholen, vergisst man trotzdem nicht, dass Weihnachten ist.“

(Die Schneeschwester von Maja Lunde, S. 56, btb Verlag)

Einen schönen Traum sollte man so lange festhalten, wie es geht – denn irgendwann erwacht man und steht wieder in der Realität. Maja Lunde hat hier eine ausgezeichnete und tiefgründige Geschichte in 24 Kapiteln erschaffen, bei welcher es um Hoffnung, Freundschaft, Tod, Trauer und Weihnachten geht. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt – besonders Hedvig hat einen Platz in meinem Herzen gefunden. Und die Handlung, die aus der Sicht von Julian als Ich-Erzähler erzählt und großartig durch die schönen Illustrationen zum Leben erweckt wird, ist sehr spannend und mitreißend, dass ich unbedingt weiter lesen musste. Dabei haben mich nicht nur die Illustrationen und diese einzigartige Geschichte beeindrucken können, sondern die gesamte Aufmachung des Buches, dieses wirklich märchenhafte Cover, auf dem die Schneeflocken richtig glitzern! Ich habe mich beim Lesen zwar gefühlt, als würde ich vor Trauer zerspringen, doch Maja Lunde hat die Geschichte zu einem sehr schönem und gefühlvollem Ende gebracht.

Fazit:

Eine wundervolle und herzerwärmende Geschichte über Weihnachten, Trauer und eine wundersame Freundschaft mit ganz großartigen Illustrationen. Mir hat „Die Schneeschwester“ von Maja Lunde sehr gut gefallen!

Vielen Dank an den btb Verlag (Random House Verlagsgruppe) für das Rezensionsexemplar!

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