Fever – Schatten der Vergangenheit

Fever – Schatten der Vergangenheit

Inhalt:

Als Special Agent Aloysius Pendergast vom FBI seinen alten Familienstammsitz in Louisiana einen Besuch abstattet, entdeckt er durch Zufall, dass seine Frau Helen vor 12 Jahren in Afrika nicht aufgrund eines fürchterlichen Unfalls ums Leben kam, sondern durch einen intrigant geplanten Mord.

Einzigartig motiviert und entschlossen den Mörder seiner Frau zu finden und ihren Tod zu rächen, beginnt Pendergast mit Hilfe seines Freundes Lieutenant Vincent D’Agosta von der New Yorker Polizei inoffiziell und unerbittlich zu ermitteln, wofür sie Helens Aktionen in ihren letzten Lebensmonaten zurückverfolgen müssen und dabei auf verborgene Geheimnisse stoßen.

Als sie durch ihre Ermittlungen auf die Spur eines berühmten und ungewöhnlich talentierten Malers und Tierpräparators des 19. Jahrhunderts sowie eine tödliche Krankheit gelangen, wird Pendergast klar, dass Helen ihn nicht nur aus Liebe geheiratet hat.

Aufgeschreckt durch Pendergasts Ermittlungen, versucht ein eiskalter Mörder einen Mitwisser nach dem anderen auszuschalten, wodurch auch Pendergast in sein Visier gerät.

Meine Meinung:

Fever – Schatten der Vergangenheit“ ist wohl Pendergasts persönlichster Fall überhaupt, der Auftakt zu einer Trilogie, und ermöglicht es den Leser, wieder einmal etwas mehr aus Pendergasts Familie und Leben zu erfahren. Die Geschichte beginnt in der Vergangenheit, vor zwölf Jahren, als Pendergast und seine Frau Helen auf Safari in Afrika sind. Die Jagd nach einem Löwen wird zu einem katastrophalen Reinfall mit fataler Folge – Pendergasts schrecklichstes Erlebnis, da seine geliebte Frau dabei stirbt. Über den Tod von Helen ist er nie hinweggekommen, Albträume von dem Unfall verfolgen ihn. Als er dann entdeckt, dass es kein Unfall, sondern Mord gewesen ist, will er nicht eher ruhen, als bis er den Mörder gefasst und bestraft hat. Pendergast selbst erscheint verändert, sucht wie besessen nach der Wahrheit, hoch motiviert, verzweifelt, nicht mehr ganz er selbst – seine eisige Selbstbeherrschung droht am Ende fast zusammen zu brechen.

Bei den Ermittlungen geraten Pendergast und D’Agosta in Sackgassen, doch oft winzige Details bringen den Lauf der Handlung wieder in Gang, und man erfährt stückchenweise eine Information nach der anderen. Der Spaß des „Miträtselns“ ist hier auf jeden Fall gegeben, denn das Motiv des Mordes und die Zusammenhänge liegen völlig im Dunkeln. So stellt man sich die Frage, warum der Mörder es sich bei dem Mordversuch so schwer gemacht hat, nämlich einen Löwen so zu dressieren, dass dieser eine bestimmte Person tötet, und was das alles mit einem Maler aus dem 19. Jahrhundert zu tun hat. Eine Verbindung zwischen den Informationen erscheint am Anfang nicht klar, doch führen die Fäden am Ende zu einem Gesamtbild zusammen und geben eine recht plausible und interessante Lösung.

Fever“ weist auch etwas Neues auf, nämlich dass Pendergast später allein mit Captain Laura Hayward vom NYPD, die ihre Abneigung gegen Pendergast und seine unkonventionellen Methoden immer offen gezeigt hat, zusammen in dem Fall ermittelt.

Wie andere Bücher aus der Pendergast-Reihe auch, vereinigt das Autorenduo Preston/Child in „Fever“ Wissenschaft, Spannung, Action und Faszination. Es gibt rasante Verfolgungsjagden, einen skrupellosen Mörder und eine Insel, tief im Sumpf, wo viele Fragen, aber letztendlich nicht alle, geklärt werden. Einige Szenen, z.B. die Fahrt durch den Sumpf, wirken leicht schaurig und mysteriös.

Zwar enthält „Fever“ hier und da etwas, das unwahrscheinlich wirkt , doch fügt sich alles in eine spannende und unkonventionelle Handlung. Das Ende von „Fever“ löst nicht alle Fragen, und hebt somit etwas für eine Fortsetzung auf. So kann man am Ende nur vage vermuten, wer der Mörder ist – es bleibt offen -, und ist gespannt auf den 2. Teil, in dem man höchst wahrscheinlich die Lösung  erfährt.  Also eine vollkommen unerwartete Wendung. Ferner bleibt noch Constance Greenes, Pendergasts Mündel, Geschichte weiter zu erzählen, denn in „Fever“ wird sie in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wegen Mordes.

Der Showdown selbst ist nicht ganz so spektakulär, doch gibt es zum Schluss noch eine amüsante Szene.

Fazit:

Spannend, unkonventionell und der Auftakt zu weiteren Pendergast-Romanen.

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