Spuren aus Eis

Spuren aus Eis

Inhalt:

Die Umweltschutzorganisation Wildlife Protection Society betreibt im Hochgebirge Kirgistans ein Projekt zum Schutz, Erhalt und Erforschung der seltenen Schneeleoparden und betrauen die Biologin Dr. Lea Winter mit der Aufgabe, in das entlegene Gebiet zu reisen, um zusammen mit dem berühmten Tierfilmer Manni Fuchs und dem Forschungsteam des Projektes einen Dokumentarfilm über die Schneeleoparden zu drehen. Aufgrund ihres traumatischen Abenteuers im Kongo vor einigen Monaten reist Lea nur ungern nach Kirgistan, ist jedoch schnell fasziniert von der ruhigen Berglandschaft und dem interessanten Auftrag.

Als sie jedoch zufällig Politiker bei einem geheimen Treffen und dem illegalem Abschuss eines Schneeleoparden filmen, wird ihr Auftrag für Lea und Manni zu einem Rennen um Leben und Tod: es wird auf sie geschossen, Straßensperren werden errichtet, der kirgisische Geheimdienst sucht sie mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und versucht, ihre Ausreise zu verhindern, und eine Gruppe skrupelloser russischer Auftragskiller jagt sie gnadenlos. Lea und der Tierfilmer sehen nur noch eine Chance um ihr Leben und die Speicherkarten mit den hochexplosiven Aufnahmen zu retten: Sie müssen über die Grenze nach Kasachstan gelangen. Eine rasante und nervenaufreibende Flucht durch Kirgistan beginnt, bei der bald klar wird, dass sie nicht jeden, der ihnen Hilfe anbietet, trauen können.

Meine Meinung:

Aufgrund des Inhaltes war ich schon ganz neugierig auf den Thriller „Spuren aus Eis“ und hatte mir von der Handlung viel erwartet, aber das meine Erwartungen um ein Vielfaches übertroffen werden, hatte ich nicht gedacht.

Die Handlung beginnt damit, dass Lea, die von ihrem traumatischen Ausflug in den Kongo noch leicht „angeschlagen“ ist, nach Kirgistan reist, um mit dem Forschungsteam und dem Tierfilmer einen Dokumentarfilm über die vom Aussterben bedrohten und geschützten Schneeleoparden zu drehen. Alles verläuft nach Plan, die Situation ist ruhig und gelassen. Doch dann werden sie Zeugen beim Abschuss eines Schneeleoparden. Lea und Manni gelingt die Flucht, werden jedoch gnadenlos gejagt und es scheint kein Weg aus diesem Albtraum zu geben. Und damit erhält die Geschichte mit einem Mal ein hohes Maß an Tempo, die Spannung steigert mit fortlaufender Handlung, die Flucht wird immer rasanter, ein positives Ende rückt oftmals in die Ferne. Dass diese intensive Verfolgung nicht wegen des Abschusses betrieben wird, wird den beiden Protagonisten jedoch erst viel später als dem Leser klar, der durch die Perspektivenwechsel auch die Gedanken der Politiker erfährt.

Actionreiche Handlung, rasante Verfolgungsjagden, skrupellose Auftragskiller, enorm korrupte und einflussreiche Politiker und Unternehmer, geheime und illegale Geschäfte, bestechliche Menschen, Spionage, Geheimdienste, atemberaubend schöne Landschaften, Arten- und Tierschutz, überraschende Wendungen, authentische Charaktere sowie ein zu lösendes, verstricktes Rätsel, dessen Lösung sich zum Teil auf einer Speicherkarte befindet, machen diesen Thriller zu einer wunderbaren und spannenden Geschichte, die mir richtig Spaß machte zu lesen und es schaffte, dass ich das Buch absolut nicht mehr aus der Hand legen konnte. Zudem greift die Autorin mit den dargestellten Tatsachen auch reelle Probleme auf.

Das Buch ist in mehrere Kapitel gegliedert, der Schreibstil ist hervorragend und ermöglicht ein flüssiges Lesen. Es wird aus der Sicht von verschiedenen Charakteren erzählt, jedoch in der personalen Erzählweise.

Die riskante Situation und die ständige Bedrohung werden glaubhaft echt geschildert, diese Atmosphäre wird jedoch an einigen Stellen durch sehr lustige Bemerkungen oder Gedanken der Charaktere, die einen nicht selten zum Schmunzeln bringen, kurzzeitig unterbrochen. Die Natur wird atemberaubend bildhaft beschrieben.

Was mir neben der fesselnden Handlung besonders gut gefallen hat, waren noch die authentisch, also ausdrucksstark und lebendig wirkenden Charaktere mit ihren speziellen Eigenschaften, die dadurch sehr gut vorstellbar sind und mir auf Anhieb gefallen haben, wie z.B. die intelligente und hartnäckige Biologin Lea Winter, der einfallsreiche und beinahe unerschütterliche Interpolagent Ian McAllister und der optimistische und leidenschaftliche Tierfilmer Manni Fuchs.

Ein paar Mal wird Leas Abenteuer im Kongo erwähnt, bei dem sie zusammen mit dem Interpolagenten Ian McAllister, der auch in „Spuren aus Eis“ eine wichtige Rolle spielt, ein Schmugglernetwerk auffliegen gelassen hat. „Spuren aus Eis“ ist der zweite Thriller der Autorin, spielt nach dem Vorgängerroman „Bluterde“ – beide haben eine voneinander unabhängige Handlung, hängen jedoch bezüglich der Charaktere und dem Zeitraum zusammen. Da mir bereits „Spuren aus Eis“ sehr gut gefallen hat, kann ich es kaum erwarten auch „Bluterde“ zu lesen und freue mich ebenfalls schon auf weitere Thriller von Claudia Praxmayer mit den gleichen Protagonisten.

Zum Schluss noch einmal vielen Dank an den dotbooks Verlag für das großartige Rezensionsexemplar!

Fazit:

Spannender Thriller, ausgezeichnete Charaktere, faszinierende Landschaften, endlose Verstrickungen, hervorragender Schreibstil und viel Lesespaß bietet „Spuren aus Eis“. Definitiv zu empfehlen – und hoffe das noch weitere Romane dieser Art von der Autorin folgen werden!

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