Rezension: „Ocean – Insel des Grauens“ von Douglas Preston und Lincoln Child, (19. Band)

Ocean - Insel des Grauens
  • Handlung
  • Schreibstil
  • Action
  • Spannung
  • Atmosphäre
4.2

Information

Titel: Ocean – Insel des Grauens
Autor: Douglas Preston und Lincoln Child
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2020
Seiten: 448
Erzählort: Florida (USA)
Erzähldatum: kurz nach „Grave“
Erzählperspektive:  Personaler Erzähler
Genre: Thriller
Originaltitel: Crooked River
Pendergast – Reihe: 19. Band
ISBN: 978-3-426-22695-7

Inhalt:

Nur kurze Zeit nach den Brokenhearts-Morden wird Agent Pendergast in den nächsten mysteriösen Fall gezogen: Am Strand einer Urlaubsinsel vor Florida werden über hundert menschliche Füße angeschwemmt, die in identischen Schuhen stecken. Während die Küstenwache glaubt, dass die Füße von Insassen eines kubanischen Gefängnisses stammen, hat Pendergast seine eigenen Vermutungen. Gemeinsam mit seinem Partner Agent Coldmoon und Constance Greene stellt Pendergast eigene Ermittlungen an. Dabei müssen sie nicht nur Gewahr werden, dass der Gegner anscheinend immer über ihre Schritte Bescheid weiß, sondern auch, dass dieser weitaus mächtiger ist als gedacht und keine Grausamkeiten auslässt, um den großen Plan in die Tat umzusetzen…

 

Meine Meinung:

Nachdem mich der letzte Band „Grave – Verse der Toten“ eher enttäuscht als unterhalten hat, habe ich den 19. Band „Ocean – Insel des Grauens“ von Douglas Preston und Lincoln Child mit gemischten Gefühlen begonnen. Zum einen mit der Befürchtung wieder enttäuscht zu werden, zum anderen mit Vorfreude auf einen neuen Band mit Pendergast und Constance. Im Nachhinein reicht „Ocean“ zwar nicht an die besten Pendergast-Thriller heran, aber es erlangt doch wieder mehr von dem gewohnten und geliebten Stil der früheren Romane dieser Reihe, worüber ich sehr glücklich bin.

Darum geht es:

Die Vorkommnisse aus „Grave – Verse der Toten“ sind noch nicht lange her, schon wird Special Agent Aloysius Pendergast in den nächsten grausamen und bizarren Fall gezogen. Denn die über hundert Füße, die an den Strand einer Urlaubsinsel vor der Küste Floridas angeschwemmt worden sind, stellt die Polizei und das FBI vor ein Rätsel. Wo kommen die Gliedmaßen her? Was ist diesen Menschen angetan worden? Wer hat das getan? Und warum? Während viele festgefahren in ihrer Meinung bezüglich des Falles sind, beginnt Pendergast selber Ermittlungen anzustellen. Behilflich sind ihm dabei sein Partner Agent Coldmoon, Constance Greene und die Ozeanografin Gladstone. Doch je näher sie der Lösung kommen, umso gefährlicher wird es für sie alle, denn der Gegner scheint jeden ihrer Schritte genau zu kennen – und alles zu unternehmen, damit die Wahrheit nicht ans Licht kommt…

 

 

Pendergasts 19. Fall

„Ocean“ ist zwar manchmal ein bisschen zäh und braucht etwas Zeit, um richtig in Fahrt zu kommen. Außerdem reicht die Geschichte insgesamt nicht an die besten Bände der Reihe heran und erscheint wieder etwas zu kurz. Aber der 19. Band hat mir sehr viel besser gefallen als Pendergasts vorherige Fall. Die Story ist spannend, mysteriös und ungewöhnlich. Es hat wieder eine Menge Action und ebenso auch wieder tolle und gewandte Wortgefechte. Denn Pendergast, Coldmoon und Constance haben nicht nur einen schwierigen Fall aufzuklären, sondern müssen auch noch mit der Dummheit und Ignoranz von bestimmten Leuten zurechtkommen. Ich muss auch sagen, dass, obwohl mir die Zusammenarbeit zwischen Pendergast und D’Agosta fehlt, Agent Coldmoon in die Rolle als Pendergasts-Partner immer besser hinein wächst. Jedenfalls ist Coldmoon ein schöner Gegensatz zu dem kühlen FBI-Agent und beide ergänzen sich wirklich sehr gut. Auch hat es mich gefreut, dass Constance hier wieder mehr Aufmerksamkeit erfährt und sie ein wichtiger Teil der Handlung ist. Und wie gewohnt wartet am Ende ein gelungener, nervenaufreibender und actionreicher Showdown, der die Spannung der Story in die Höhe schraubt. Ich freue mich nun auf weitere Bände und hoffe darauf, dass die drei Charaktere wieder zusammen einen Fall lösen müssen.

Fazit:

„Ocean – Insel des Grauens“ von Douglas Preston und Lincoln Child ist mittlerweile der 19. Fall des FBI-Agents Aloysius Pendergast. Und der erste Fall, in welchem Pendergast mit Coldmoon und mit Constance gemeinsam zusammenarbeit. Der letzte Band „Grave“ konnte mich leider enttäuschen, doch mit „Ocean“ findet die Buchreihe langsam wieder zu dem gewohnten und geliebten Stil der Pendergast-Reihe zurück. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.

 

Vielen Dank an den Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

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