Rezension: „Die Feuerreiter Seiner Majestät – Drachenfeind“ von Naomi Novik, (8. Band)

Drachenfeind - Die Feuerreiter Seiner Majestät 08
  • Handlung
  • Spannung
  • Atmosphäre
  • Schreibstil
  • Action
5

Information

Titel: Die Feuerreiter Seiner Majestät – Drachenfeind
Autor: Naomi Novik
Verlag: Blanvalet (Penguin Random House)
Erscheinungsdatum: 14. März 2016
Seiten: 576
Erzählort: Japan, China, Russland
Erzähldatum: 1812
Erzählperspektive:  Personaler Erzähler
Genre: Fantasy
Originaltitel: The Temeraire Series: Blood of Tyrants
Die Feuerreiter seiner Majestät – Reihe: 8. Band
ISBN: 978-3-7341-6050-9

Inhalt:

Als Kapitän Will Laurence alleine und vollkommen erschöpft und verletzt an einem Strand Japans aufwacht, ist ihm sofort klar, dass er ein Schiffsunglück überlebt hat. Nicht nur, dass er sich an den Unfall nicht erinnern kann: Seine Erinnerungen der letzten 8 Jahre, die er im Dienste Seiner Majestät als Feuerreiter mit seinem besten Freund, dem Drachen Temeraire, verbracht hat, sind völlig verschwunden – als wäre es niemals passiert. Und ausgerechnet jetzt plant Napoleon einen zerstörerischen Feldzug nach Russland…

Meine Meinung:

„Drachenfeind“, der 8. Band der Drachenfantasy-Reihe „Die Feuerreiter Seiner Majestät“ von Naomi Novik, habe ich aufgrund des Klappentextes mit einem mulmigen Gefühl und großen Befürchtungen angefangen. Laurence soll all seine Erinnerungen an seinen Drachenfreund Temeraire, mit dem er so viele Abenteuer bewältigt und Katastrophen überstanden hatte, verloren haben? Das ist einfach ein furchtbarer Gedanke! Und dann diese Angst, ob die beiden sich jemals wiedersehen. Wird es jemals wieder so sein, wie es mal gewesen ist? Wird Laurence sich wieder erinnern?

 

 

Ein gewaltiger Berg an Problemen…

 

„Laurence wusste kaum, ob er lachen oder entsetzt sein sollte: Es schien, dass sein Leben in den letzten acht Jahren eine Aneinanderreihung von Skandalen und empörenden Momenten gewesen war, die ihm die Schamesröte ins Gesicht treiben sollten.“

(S. 329 aus „Drachenfeind“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

 

 

„Drachenfeind“ spielt im Jahre 1812, also einige Zeit nach „Drachengold“. Es beginnt damit, dass Laurence an einem Strand Japans aufwacht – alleine, vollkommen erschöpft und verletzt. Seine Erinnerungen an das Schiffsunglück sind verloren, ebenso wie die Erinnerungen an sein Leben der letzten 8 Jahre im Dienste Seiner Majestät als Feuerreiter mit seinem Drachenfreund Temeraire. In Japan ist man ihm gegenüber feindlich gesinnt und bezichtigt ihn, bei einem Anschlag mitgeholfen zu haben. Für Laurence beginnt eine verzweifelte Flucht, während Temeraires Hoffnung, seinen Freund wiederzufinden, immer weiter schwindet. Gleichermaßen kommen noch größere Probleme auf sie zu: In China wird auf Prinz Mianning aufgrund seiner politischen Sichtweisen ein Anschlag verübt – und Napoleon marschiert mit einer gigantischen Armee in Russland ein. Und die Frage stellt sich: Werden die beiden Freunde einen Ausweg aus diesen Katastrophen finden?

 

 

 

Eine unbesiegbare Freundschaft

 

„Wohin Sie auch gehen, Sie stellen dort alles auf den Kopf. Auf Ihre Art sind Sie viel gefährlicher als Bonaparte – Sie und Ihr Drache.“

(S. 534 aus „Drachenfeind“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

 

 

Es ist schwierig hier irgend etwas zum Buch zu sagen, ohne zu spoilern. So viel dazu: Die ersten 180 Seiten waren voller Befürchtungen, Bangen, Hoffnungen und Herzklopfen. Und irgendwann kommt auch mal ein Moment, wo man erleichtert aufatmen kann. Doch wie aus vorherigen Bänden der Feuerreiter-Reihe von Naomi Novik bekannt, so lässt die Autorin nur kurze Ruhepausen, um dann wieder mit dem nächsten atemberaubenden Handlungsstrang in den Bann zu ziehen. „Drachenfeind“ ist mit seinen 576 Seiten das „dickste“ Buch der Reihe. Und es bietet eine gewaltige Menge an Handlungen – hier jagt ein Abenteuer das nächste. Leider ist dabei bezüglich der Charaktere einiges nicht ganz so umfangreich beschrieben worden, aber das nimmt der Story keinesfalls die Spannung. Denn die geliebten Charaktere haben einiges zu überstehen: Von einer halsbrecherischen Flucht in Japan zu einem Mordanschlag und einer Mission in China bis hin nach Russland, um sich Napoleons gigantischer Armee entgegenzustellen. Von Ruhe also keine Spur. Allerdings kam mir die Handlung in Russland etwas zu sehr in die Länge gezogen vor. Aufgrund der Vorkommnisse, die langsam zu einem Finale hinwirken, weist dieser Band nicht so viel Humor auf, aber dieser ist dennoch hin und wieder vorhanden. Auf jeden Fall gibt es wieder großartige Momente, bei denen ich ein Schmunzeln nicht unterdrücken konnte.

Was Temeraire und Iskierka betrifft, so kann man sich auf eine tolle Überraschung gefasst machen. Auch einer meiner Lieblingscharaktere taucht endlich wieder auf – und hat wie schon früher Auswirkung auf Laurence.

Und das Ende ließ mich zitternd zum nächsten Band „Drachensieg“ greifen.

 

Fazit:

„Drachenfeind“, der 8. Band der Drachenfantasy-Reihe „Die Feuerreiter Seiner Majestät“-Reihe von Naomi Novik, ist der „dickste“ Band der Reihe und bietet eine gewaltige Menge an Handlungen und Spannungshöhepunkten. Hier gibt es weniger Humor, dafür umso mehr Befürchtungen, Angst, Bangen, Hoffnung und Herzklopfen. Und die Einleitung für „Drachensieg“, den letzten Band der Reihe…

 

 

Chronologische Reihenfolge:

  1.  Drachenbrut
  2.  Drachenprinz
  3.  Drachenzorn
  4.  Drachenglanz
  5.  Drachenwacht
  6.  Drachenflamme
  7.  Drachengold
  8.  Drachenfeind
  9.  Drachensieg

 

 

 

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