Rezension: „Die Feuerreiter seiner Majestät – Drachengold“ von Naomi Novik, (7. Band)

Drachengold - Die Feuerreiter Seiner Majestät 07
  • Handlung
  • Spannung
  • Atmosphäre
  • Schreibstil
  • Action
5

Information

Titel: Die Feuerreiter Seiner Majestät – Drachengold
Autor: Naomi Novik
Verlag: Blanvalet (Penguin Random House)
Erscheinungsdatum: 21. Juli 2014
Seiten: 416
Erzählort: Südamerika, Australien
Erzähldatum: 1810
Erzählperspektive:  Personaler Erzähler
Genre: Fantasy
Originaltitel: The Temeraire Series: Crucible of Gold
Die Feuerreiter seiner Majestät – Reihe: 7. Band
ISBN: 978-3-442-26989-1

Inhalt:

Der Himmelsdrache Temeraire und sein Kapitän Laurence haben sich mittlerweile mit dem Gedanken abgefunden, am Kriegsgeschehen nicht mehr mitwirken zu können – weit weg auf dem wilden Kontinent Australien, wohin sie wegen Verrats verbannt worden sind. Da taucht plötzlich der britische Botschafter Arthur Hammond auf mit einer äußerst wichtigen Mission für die beiden Freunde, die sie nach Südamerika führt. Doch dort warten allerhand Probleme und Gefahren auf sie…

Meine Meinung:

„Drachengold“, der 7. Band der Drachenfantasy-Reihe „Die Feuerreiter Seiner Majestät“ von Naomi Novik, holt den genialen Himmelsdrachen Temeraire und seinen sympathischen Kapitän Laurence wieder zurück ins Weltgeschehen – und stellt die beiden Freunde wieder vor einen Berg an Problemen. Mit dem 7. Band hat sich Naomi Novik auch ein weiteres Mal selbst übertroffen, denn dieser Band ist mit Abstand das humorvollste Abenteuer der Reihe – doch auch nervenaufreibende Szenen kommen hier absolut nicht zu kurz!

 

 

Aufbruch nach Südamerika!

 

„Arthur Hammond war stolz auf ein gewisses Maß an Unempfindlichkeit, wenn die Pflicht es verlangte, und auf den Gleichmut, mit dem er körperliche Unannehmlichkeiten und sogar gesellschaftliche Peinlichkeiten ertrug.“

(S. 7 aus „Drachengold“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

 

 

Bereits das erste Kapitel, berichtet aus der Sicht des britischen Botschafters Arthur Hammond im Jahre 1810, konnte mein Herz aufgeregt zum Schlagen bringen, denn Hammonds Verhalten kann nicht nur zum Lachen bringen, weil er eine unabsichtlich witzige Art hat und sich aus unangenehmen Situationen auf eine verzweifelte und exzellente Weise hinaus winden kann, sondern sein Auftauchen konnte auch eine aufgeregte Vorfreude hervorrufen. Denn Hammond ist auf dem Weg nach Australien, um Laurence und Temeraire für eine äußerst wichtige Mission gewinnen zu können. Laurence und Temeraire, die aufgrund von Hochverrat nach Australien verbannt worden sind, haben sich mittlerweile mit einem ruhigen und ereignislosen Leben auf dem weit entfernten Kontinent abgefunden. Doch dann taucht Hammond auf und bietet ihnen eine einmalige Chance: Ein Abenteuer, das sie nach Südamerika führt und wodurch sie vielleicht ihren früheren Rang zurückerhalten könnten. Und zum ersten Mal seit so langer Zeit kehrt das Glück in das Leben der beiden Freunde zurück. Endlich geht es wieder richtig los! Doch vor ihnen liegt eine weite und stürmische Seereise und ein Flug durch das mächtige Inka-Reich, um nach Brasilien zu gelangen, wo sie eine Mission erfüllen sollen. Und wie immer müssen sie allerhand Gefahren überstehen!

 

 

Drachen in Südamerika…

 

„Du würdest doch auch nicht sagen, dass du ein Sklave bist, nur weil du mir gehörst.“
Es war noch gar nicht so lange her, dass Laurence sich eingebildet hatte, er sei berechtigt, von Temeraire Gehorsam zu verlangen, ansonsten hätte er ihm jetzt mühelos erklären können, dass dieser eben angestellte Vergleich hinkte. Aber schon bei oberflächlicher Betrachtung, so gestand er sich unglücklich ein, konnte die Beziehung zwischen einem Kapitän und einem Tier durchaus den Charakter eines Besitzverhältnisses annehmen, wobei allerdings wohl eher der Drache als der Mensch der wahre Eigentümer war.

(S. 229/230 aus „Drachengold“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

 

 

Es ist interessant zu verfolgen, wie Drachen in anderen Teilen der Welt behandelt werden bzw. wie Drachen handeln. In Großbritannien werden sie entweder für den Krieg eingesetzt oder in Zuchtgehegen gehalten, wobei sie auch nur in menschenleeren Gegenden hausen dürfen, da viele Leute sich noch vor ihnen fürchten und die britische Regierung noch nicht wirklich erkannt hat, dass Drachen fühlende Wesen mit Rechten sind. In China wiederum sind sie komplett in das Arbeitsgeschehen eingebunden und leben auch mit den Menschen in den Städten. Dabei studieren einige, werden Gelehrte, verdienen Geld. Und in Afrika ist es ungefähr ähnlich, wobei die Menschen noch Legenden um die Drachen spinnen. Mit dem Inka-Reich kommt eine weitere und äußerst krasse Variante hinzu, zu welcher ich jetzt nichts verraten werde. Nur so viel, dass ihre Ansichten äußerst amüsant sind. Denn daraus resultieren witzige Begebenheiten, die sich zu wahren Humor-Höhepunkten entwickeln und die Reisegruppe vor einige abenteuerliche und unglaubliche Schwierigkeiten stellt. Aber auch mit Verlusten muss man in diesem Band rechnen. Bei „Drachengold“ ist jedenfalls ein ständiger Wechsel zwischen Lachen und vor Spannung die Luft anhalten!

 

Wer ist diesmal alles mit dabei?

 

Natürlich der geniale schwarze Himmelsdrache Temeraire und sein sympathischer Kapitän Laurence. Ebenso kann man sich über die eigenwillige, kratzbürstige, kämpferische und feuerspuckende Drachin Iskierka und ihren Kapitän Granby freuen, der auf ihre gedankenlosen und verrückten Ideen, aus denen meistens eine Katastrophe resultiert, wie immer verzweifelt reagiert, denn es ist unmöglich, Iskierka von einem Plan abzubringen, den sie sich fest in den Kopf gesetzt hat. Und in diesem Band verfolgt Iskierka einen gigantischen Plan, der Granbys Leben wahrscheinlich verändern könnte und für eine riesige Portion Humor sorgt. Ansonsten kann man sich noch auf Emily Roland freuen, Sipho, Demane und seinen riesigen und gutmütigen Drachen Kulingile, der zu einer regelrechten Glucke in Bezug auf Demane wird. Auch Leutnant Forthing ist mit an Bord, sehr zum Leidwesen Temeraires. Der Koch Gong Su übernimmt auch eine wichtige Rolle und offenbart noch ein interessantes Geheimnis. Und zum ersten Mal seit sehr langer Zeit taucht der in China als Botschafter eingesetzte Arthur Hammond auf, der mit seiner sehr motivierten, enthusiastischen und amüsanten Art überzeugt – und tatsächlich in einigen Punkten Iskierkas Meinung teilt. Aber auch auf neue Charaktere kann man gespannt sein, wobei einige wieder zu einem festen Bestandteil der Reihe werden. Nur auf Tharkay muss man leider verzichten.

„Drachengold“ endet mit einem imposanten und actionreichen Showdown und lässt auf weitere wundervolle Abenteuer mit den Charakteren hoffen!

 

Fazit:

Das humorvollste Abenteuer des Himmelsdrachen Temeraire und des Kapitäns Will Laurence. Ganz ehrlich: Die Geschichte wird richtig, richtig krass! Ich habe „Drachengold“, den 7. Band, wieder regelrecht genossen.

 

 

Chronologische Reihenfolge:

  1.  Drachenbrut
  2.  Drachenprinz
  3.  Drachenzorn
  4.  Drachenglanz
  5.  Drachenwacht
  6.  Drachenflamme
  7.  Drachengold
  8.  Drachenfeind
  9.  Drachensieg

 

 

 

 

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