Rezension: „Die Sprache der Dornen“ von Leigh Bardugo

Die Sprache der Dornen
  • Handlung
  • Spannung
  • Schreibstil
  • Atmosphäre
5

Information

Titel: Die Sprache der Dornen
Autor: Leigh Bardugo
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2018
Seiten: 288
Erzählort: Grisha-Welt
Erzähldatum: ——————
Erzählperspektive:  Autkorialer und Personaler Erzähler
Genre: Fantasy
Originaltitel: The Language of Thorns
Reihe: Kurzgeschichten
ISBN: 978-3-426-22679-7

Inhalt vom Verlag:

Hungrige Wälder, magische Künste und schreckliche Geheimnisse: In der Welt von Kaz Brekker und seinen »Krähen« erzählt man sich in langen Winternächten gern Geschichten voller dunkler Versprechungen. Sechs davon sind hier zusammengetragen und werden von aufwendigen Illustrationen zum Leben erweckt. Von der Meerjungfrau, deren Stimme furchtbare Stürme heraufbeschwört, über eine alte Kräuterfrau, die viel mehr ist als sie scheint, bis zum hässlichen Fuchs, der sich beim falschen Mädchen einschmeichelt: Diese märchenhaften Erzählungen sind ein Muss für alle Fans der »Krähen« und Grisha.

Meine Meinung:

Seitdem mich die Krähen-Reihe von Leigh Bardugo absolut begeistern konnte, sammle ich wirklich alle Bücher von Leigh Bardugo. Viele ihrer Bücher, nämlich die Krähen-Reihe, die Grisha-Trilogie und King of Scars, spielen in der Grisha-Welt und hängen bezüglich der Charaktere und hin und wieder auch durch die Geschichte zusammen. Diese Fantasy-Welt besticht durch einen richtig großartigen Weltenbau in Kombination mit atemberaubenden Geschichten und genialen Charakteren, sodass die Rückkehr dorthin immer wieder eine Freude ist. Mit „Die Sprache der Dornen“ hat die Autorin ein sehr schönes Werk mit 6 märchenhaften, finsteren und magischen Kurzgeschichten geschaffen, die allesamt in der Grisha-Welt spielen und mich ab der ersten Seite in den Bann ziehen konnten. Für mich wurde dieses Buch schnell zu einem Highlight!

 

Märchenhafte Erzählungen aus der Grisha-Welt

 

„Doch Hoffnung steigt wie Wasser, das von einem Damm gefangen gehalten wird, höher und höher, in Stufen, die nichts bedeuten, bis man sich endlich einer Flut gegenübersieht.“

 

(S. 219, „Die Sprache der Dornen“ von Leigh Bardugo, Knaur Verlag)

In „Die Sprache der Dornen“ spielen die Kurzgeschichten an unterschiedlichen Orten der Grisha-Welt. So findet man hier eine Geschichte aus Semeni, drei aus Ravka, eine aus Kerch und eine aus Fjerda. Die märchenhaften, finsteren und fantasievollen Kurzgeschichten sind unglaublich schön. Das liegt zum einen an Leigh Bardugos fantastischen Schreibstil, der hier dem Sprachstil von Märchen nachempfunden ist, zum anderen an den Erzählungen, die spannend und manchmal traurig sind und zum Nachdenken anregen. Hier ist nichts so, wie es anfangs scheint. Immer wieder wird gezeigt, dass der Schein trügt und die Story oftmals einen unerwarteten Lauf nimmt. Außerdem sind die Geschichten zum Teil auch mit bekannten Märchen verwoben. Sie handeln u. a. von einem Fuchs, der klüger als jedes andere Wesen im Wald ist. Von einer Meerjungfrau mit einer magischen Stimme. Einem vielleicht blutrünstigen Wolf und einem mutigen Mädchen. Einem Nussknacker, der sich erinnern muss. Und noch einiges mehr. Mir haben wirklich alle Kurzgeschichten gefallen, doch meine Lieblinge sind tatsächlich drei davon geworden, nämlich „Ayama und der Dornenwald“, „Der zu kluge Fuchs“ und „Als das Wasser das Feuer ersang“.

 

„Erst als sie geendet hatte, begriff Ayama, dass sie von ihrer eigenen Traurigkeit erzählt hatte, als sie nach der Wahrheit gesucht hatte, doch es war zu spät, die Worte zurückzunehmen.“

 

(S. 28/29, „Die Sprache der Dornen“ von Leigh Bardugo, Knaur Verlag)

 

Aus „Die Sprache der Dornen“

 

Nicht nur durch das Cover ist das Buch ein wahrer Blickfang, sondern auch durch die Seiten. Jede Geschichte hat auf den Seiten wunderschöne Verzierungen, die sich mit fortschreitender Seitenanzahl um den Text herum winden und immer größer werden, bis der Text vollends davon umschlossen wird. Am Ende jeder Kurzgeschichte gibt es dann ein Bild, welches die Story passend wiedergibt. Ich habe nicht nur dadurch der Handlung spannend folgen können, sondern war jedes Mal neugierig darauf und erstaunt, wie sich dieses Bild vervollständigt und am Schluss dann aussieht. Ebenso ändert sich die Schriftfarbe.

Bei „Die Sprache der Dornen“ hätte ich zum ersten Mal wirklich Lust gehabt, die Geschichten laut vorzulesen. Und am Ende des Buches blieb ich mit einem schönen, zufriedenen und leicht traurigen Gefühl zurück.

Fazit:

Wunderschöne Kurzgeschichten, die man passend zu kalten Wintertagen in einem warmen und gemütlichen Zimmer lesen kann, um mit den Gedanken in eine magische und fantasievolle Welt abtauchen zu können und sich darin zu verlieren. Nicht nur eine Empfehlung für alle, die sowieso Leigh Bardugos Bücher lieben. Highlight!

 

Weitere Bücher aus der Grisha-Welt:

Grisha-Trilogie:

  1.  Goldene Flammen
  2.  Eisige Wellen
  3.  Lodernde Schwingen

Krähen-Reihe:

  1.  Das Lied der Krähen
  2.  Das Gold der Krähen

Thron aus Gold und Asche:

  1. King of Scars
  2.  ???

2 Gedanken zu „Rezension: „Die Sprache der Dornen“ von Leigh Bardugo

  1. Es freut mich, dass es Dir ebenso gut gefallen hat wie mir! Ich weiß noch, dass Du unsicher warst, wegen den Kurzgeschichten. Das Buch hier zählt zu meinen Lieblingsbüchern.
    Zu Weihnachten habe ich mir den ersten Grisha-Band gewünscht. Mal sehen, ob ich ihn bekomme. Ansonsten kaufe ich sie mir nächstes Jahr.

    Liebe Grüße
    Petrissa

    1. Das stimmt. Aber ich sammle ja mittlerweile alles von Leigh Bardugo – deshalb hatte ich mir „Die Sprache der Dornen“ zum Geburtstag gewünscht. Ich hätte nicht zögern sollen, die Kurzgeschichten sind einfach mega gut! Liebe sie!

      Awww, wie toll! Ganz viel Spaß mit dem ersten Band „Goldene Flammen“! Für mich ist es ja ein Highlight geworden. Ich hoffe, dass dir die Grisha-Trilogie besser gefallen wird als „King of Scars“.

      Viele Grüße
      Kristin

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