Rezension: „Lady Smoke“ von Laura Sebastian, (2. Band)

Lady Smoke
  • Handlung
  • Atmosphäre
  • Spannung
  • Schreibstil
  • Action
4

Information

Titel: Lady Smoke
Autor: Laura Sebastian
Verlag: cbj (Random House)
Erscheinungsdatum: 23. September 2019
Seiten: 576
Erzählort: Astrea, Sta’Crivero, auf dem Meer
Erzähldatum: direkt nach „Ash Princess“
Erzählperspektive: Ich-Erzähler
Genre: Fantasy
Originaltitel: Lady Smoke
Ash Princess – Reihe: 2. Band
ISBN: 978-3-570-16530-0

Inhalt:

Mithilfe ihrer Schatten und der gefürchteten Piratin Drachenfluch ist Theo, Königin von Astrea, die Flucht vor dem kalovaxianischen Kaiser gelungen. In Sta’Crivero erhoffen sie Verbündete in einem Kampf gegen die Kalovaxianer zu finden, umso Astrea und die Bevölkerung zu befreien. Um eine große Armee zu erhalten, muss Theo jedoch heiraten. Der König von Sta’Crivero lädt mehrere Herrscher von unterschiedlichen Ländern ein, von denen Theo einen Partner wählen muss. Doch wem kann sie trauen? Als dann noch ein skrupelloser Mörder einen Heiratsanwärter nach dem anderen ermordet, befürchtet Theo, dass der Kaiser sie gefunden hat und nun vielleicht alles verloren ist. Bis etwas Unerwartetes geschieht…

Meine Meinung:

Nachdem mich letztes Jahr der erste Band „Ash Princess“ von Laura Sebastian wirklich gut unterhalten konnte und der Cliffhanger die Spannung auf eine Fortsetzung intensivierte, zeigt der zweite Band „Lady Smoke“ endlich, wie Theos Geschichte weitergeht.

„Meine Mutter sagte einmal zu mir, dass Friede für Astrea die einzige Möglichkeit sei zu überleben. […] Sie sollte gerade noch lange genug leben, um zu sehen, wie schlecht sich Frieden gegen die schmiedeeisernen Schwerter und die unersättliche Habgier der Kalovaxianer ausnahm.“

(S. 8 des eBooks „Lady Smoke“ von Laura Sebastian, cbj Verlag)

Kampf um die Freiheit

„Lady Smoke“ setzt direkt an das Ende aus „Ash Princess“ an. Theo befindet sich mit ihren Schatten und Prinz Soren auf einem Piratenschiff der gefürchteten Piratin Drachenfluch auf dem Weg nach Sta’Crivero, um Verbündete im Kampf gegen den Kaiser zu finden. Da es zu wenig Astreaner gibt, können sie keine Armee aufbauen, die groß genug ist, um Astrea zu befreien und über die Kalovaxianer zu siegen. Deshalb sind Herrscher aus verschiedenen Ländern an den Hof des Königs von Sta’Crivero eingeladen worden, aus denen sich Theo einen Partner aussuchen und diesen schließlich heiraten soll, um so eine Armee zu erhalten. Doch dann geschehen Morde und auch in dem scheinbar strahlenden und reichen Sta’Crivero scheint es ein dunkles Geheimnis zu geben.

Charaktere und Handlung

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase war ich wieder voll in der Geschichte und freute mich auf das Wiedersehen mit Theo, Artemisia, Soren, Blaise und Heron, auch wenn ich im ersten Band nicht hundertprozentig eine Bindung zu ihnen aufbauen konnte, weil sie mir damals etwas zu blass erschienen. Das hat sich mit der Fortsetzung jedoch geändert, da die Charaktere deutlich mitreißender werden, mehr Konturen bekommen und sich weiterentwickeln. So ist Theo zu einer starken und recht pragmatischen Charakterin geworden, die sich in ihrer neuen Rolle als Königin noch zurecht finden muss. Sie hat schwierige Entscheidungen zu treffen, die auch Opfer sogar unter ihren Freunden verlangen. Doch versucht sie immer einen Ausweg zu finden. Durch ihre Gefühle zwischen Soren und Blaise ist sie hin- und hergerissen – diese Dreiecks-Liebesgeschichte mochte ich anfangs gar nicht, jetzt wird sie jedoch komplexer und stört mich nicht mehr.

Wen ich zunehmend mehr mag, ist Artemisia. Sie ist mutig, eine hervorragende Schwertkämpferin, spricht aus, was sie denkt, ist selbstsicher und versucht ihre Gefühle nicht anmerken zu lassen. Interessant zu verfolgen ist auch Blaises „Kampf“ mit seiner steigenden Gabe für Magie und Sorens Versuche zu beweisen, dass er auf der Seite der Rebellen ist.

Auch in der Fortsetzung ist Laura Sebastians Schreibstil wirklich schön, bildhaft und einnehmend und erschafft eine tolle Atmosphäre. Sie weiß mit Worten ausgezeichnet umzugehen und den Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen. Und das Cover passt unglaublich gut zur Geschichte – der tiefere Sinn wird aber erst am Ende komplett bekannt.

Der Anfang von „Lady Smoke“ auf dem Piratenschiff war wirklich spannend. Was mir aber nicht besonders gefallen hat, ist ein Großteil des Aufenthalts in Sta’Crivero, da dieser Teil doch sehr langatmig war, sich gezogen hat und irgendwie kaum Handlung bot. Für mich war diese „Suche nach einem geeigneten Ehemann“ langweilig, ich mochte es nicht, denn es würde nicht zu der Entwicklung passen, die Theo bis jetzt durchgemacht hat. Glücklicherweise formt Laura Sebastian aus diesen Begebenheiten noch mehrere Überraschungen, die das Blatt wenden, zeigen, dass sich hinter allem weit mehr verbirgt und der Geschichte die Spannung zurückgeben. Nur hätte dieser Teil länger ausfallen können. Auch einige offene Fragen aus „Ash Princess“ werden beantwortet, während an anderen Stellen neue und manchmal auch schauerliche Geheimnisse dazu kommen. Auf jedem Fall ist das Ende definitiv spektakulär und rasant – endet wieder mit einem Cliffhanger und steigert die Vorfreude auf den dritten Band!

Fazit:

Spannende Fortsetzung der „Ash-Princess-Reihe“, die sowohl Stärken als auch Schwächen hat. Während die Charaktere sich weiterentwickeln, werden an einigen Stellen Geheimnisse gelüftet, während woanders neue entstehen. Ich bin gespannt, wie die Geschichte für Theo, ihre Freunde und Astrea weitergeht und warte nun sehnsüchtig auf den dritten Band.

 

Vielen Dank an den cbj Verlag (Random House Verlagsgruppe) für das Rezensionsexemplar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.