Rezension: „Caldera – Die Rückkehr der Schattenwandler“ von Eliot Schrefer

  • Handlung
  • Atmosphäre
  • Spannung
  • Action
  • Schreibstil
5

Information

Titel: Caldera – Die Rückkehr der Schattenwandler
Autor: Eliot Schrefer
Verlag: Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag)
Erscheinungsdatum: 15. März 2019
Seiten: 384
Erzählort: Caldera (Dschungel)
Erzähldatum: —–
Erzählperspektive: Personaler Erzähler
Genre: Fantasy
Englischer Originaltitel: The Lost Rainforest: Gogi’s Gambit
Caldera-Reihe: 2. Band
ISBN: 978-3-522-65406-7

Inhalt:

Vor einem Jahr haben sich die Schattenwandler getrennt und sind nach Hause zurückgekehrt, um die Tiere in ihrer Umgebung zu vereinen und somit gemeinsam gegen die größte Bedrohung Calderas zu kämpfen, sobald diese wieder auftaucht: die Ameisenkönigin. Denn diese setzt skrupellos alle Mittel ein, um die Herrschaft über den Dschungel zu erlangen und alle Tiere – außer den Ameisen – zu vernichten. Aber nicht alle Tiere erkennen die Gefahr, sodass die Schattenwandler die einzige Rettung Calderas sind. Doch wie soll man gegen einen so mächtigen Gegner antreten? Ihre einzige Chance ist ein magisches Artefakt, welches sich irgendwo im Norden von Caldera befinden soll, ein furchteinflößender Sumpf und die kommende Mondfinsternis, welche ihnen die Möglichkeit bietet, die Ameisenkönigin endlich und für immer aufzuhalten. Das Kapuzineräffchen Gogi, das Panthermädchen Mali, die Fledermaus Lima und der Pfeilgiftfrosch Rumi begeben sich in dieses gefährliche Abenteuer, um Caldera zu retten.

Meine Meinung:

Das Abenteuer der super niedlichen und mutigen Dschungeltiere Calderas geht endlich weiter – und ich denke, dass die Fortsetzung „Caldera – Die Rückkehr der Schattenwandler“ von Eliot Schrefer tatsächlich noch ein bisschen großartiger ist als der erste Band „Die Wächter des Dschungels“, vor allem aber noch ein Stück actionreicher. Ohne Probleme fand ich zurück in den magischen Dschungel Calderas. Ich liebe Tiere und Geschichten, die von Tieren handeln, und wenn sie dann noch aus der Sicht von Tieren erzählt werden, muss ich es sofort lesen. Auch mit dem zweiten Band kann ich voller Überzeugung mitteilen, dass der Autor hier wieder eine wirklich herzerwärmende, richtig spannende, rasante und abenteuerliche Tierfantasy-Geschichte erschaffen hat. Es geht um magische Begebenheiten, den Zusammenhalt zwischen Freunden, dem Kämpfen für die Rettung ihres Zuhauses und – was hier eine wichtige Rolle spielt – dem Vertrauen, anderen und sich selbst.

Die letzte Hoffnung – ein aussichtsloser Kampf?

Schattenwandler sind Tiere, welche über magische Fähigkeiten und die Gabe verfügen, bei Tag und Nacht wach sein zu können. Alle anderen Tiere teilen sich in Tagwandler und Nachtwandler – es ist für diese unmöglich bei Tag und Nacht wach zu sein. Somit entstehen zwei vollkommen verschiedene Welten und Auffassungen. In der Story wird oft deutlich, dass fehlender Zusammenhalt nicht hilft eine drohende Katastrophe abzuwenden. Deshalb haben sich die Schattenwandler, nachdem die Ameisenkönigin beim Einsturz des Tempels verschwunden ist, darauf geeinigt nach Hause zurückzukehren, um die Tiere in ihrer Umgebung zu vereinen und somit gemeinsam gegen die Ameisenkönigin zu kämpfen, welche die Herrschaft über Caldera ergreifen und alle Tiere (außer Ameisen) vernichten möchte. Doch als sie nach einem Jahr sich wieder beim Tempel treffen, liegt die Rettung Calderas wieder allein in den Händen, Pfoten und Flügeln der Schattenwandler. Und auch wenn es schwer ist, weil sie so oft belogen worden sind, gibt es eine Sache, welche sie unbedingt lernen müssen – nämlich Vertrauen. Um ihr Zuhause vor einem scheinbar unbesiegbaren Gegner zu retten, die stetige Zerstörung des Dschungels durch die Ameisen aufzuhalten, benötigen sie ein magisches Artefakt, welches irgendwo im Norden Calderas versteckt sein soll, und müssen das Geheimnis eines furchteinflößenden Sumpfes aufdecken – und das alles bis zur Mondfinsternis. Dabei hat sich die Ameisenkönigin, deren Ameisenarmee den Dschungel stetig mehr zerstört, noch etwas ausgedacht, welches ihre sowieso schon gefährliche Reise noch um einiges schwieriger macht.

Ein Kapuzineräffchen, ein Panthermädchen, eine Fledermaus und ein Pfeilgiftfrosch – jeder hat seine eigene magische Fähigkeit

Auf das Wiedersehen mit Gogi, Mali, Lima und Rumi, aber auch mit den anderen Tieren Calderas, wie z.B. Malis Schwester Chumba und das Faultier Banu, habe ich mich total gefreut, denn sie sind mir sehr ans Herz gewachsen. Bezüglich der Charaktere gibt es einige tolle Entwicklungen und Überraschungen, welche den Weg der Story beeinflussen. Und vieles hat auch mit ihrer Magie zu tun.

„Gogi weiß, dass ihm das eigentlich Sorgen machen müsste, aber in Wahrheit freut er sich zu sehr über das spannende neue Abenteuer. Verloren in einem unbekannten Sumpf und keine Ahnung, wohin er gehen soll und welche Gefahren hier lauern. Wie aufregend!“

(S. 99 des eBooks „Caldera – Die Rückkehr der Schattenwandler“ von Eliot Schrefer, Thienemann-Esslinger Verlag)

Der erste Band wurde aus der Sicht von dem Panthermädchen Mali erzählt. Sie ist mutig, etwas ernst und ehrfurchtgebietend, eine strategische Denkerin und eine regelrechte Beschützerin, wenn es um ihre Schwester Chumba und ihre Freunde geht. Lima ist eine tapfere Fledermaus, die mit ihrer piepsigen Stimme und ihren Freudenausbrüchen über die Niedlichkeit anderer Tiere oft total entzückt. Rumi ist ein sehr intelligenter Frosch, der sich mit Wissenschaft beschäftigt und ein Genie im Lösen von Rätseln ist. Der zweite Band wird jedoch aus der Sicht des Kapuzineräffchens Gogi erzählt, was mir auch sehr gefallen hat. Ich finde es klasse, wie gut Eliot Schrefer die Abstufung zwischen der Gedanken- und Gefühlswelt von Mali und Gogi geschaffen hat, denn ich konnte deutlich die Unterschiede zwischen den beiden bemerken. Im Gegensatz zu dem Panthermädchen Mali ist der Kapuzineraffe Gogi eher der unorganisierte Typ, der anderen es lieber überlässt zu planen und Entscheidungen zu treffen. Doch wenn es um eine Sache geht, bei der nur das Gefühl entscheiden kann, ist Gogi derjenige, auf den es ankommt. Er ist liebenswürdig und absolut herzensgut und muss im Laufe der Handlung nicht nur lernen Verantwortung zu tragen, sondern sich selbst und seiner Fähigkeit zu vertrauen. Dadurch, dass man als Leser alles aus seiner Perspektive erfährt, bekommt die Handlung eine sehr sympathische, noch herzerwärmendere und oftmals auch humorvolle Note, die mich trotz der in Caldera drohenden Gefahr, den rasanten und halsbrecherischen Kämpfe und dem hin und wieder traurigen Ereignissen zum Lächeln, aber sogar auch zum Lachen bringen konnte. Gogi und seine Freunde schaffen nicht nur sich selbst neuen Mut zu geben, sondern auch dem Leser.

„Ich bin der Affe aus Feuer. Ich bin der Stoff, aus dem Legenden sind […].“

(S. 196 des eBooks „Caldera – Die Rückkehr der Schattenwandler“ von Eliot Schrefer, Thienemann-Esslinger Verlag)

Geht das Abenteuer weiter?

Nach dem Ende zu schließen, bahnt sich für die mutigen und wunderbaren Schattenwandler bereits ein weiteres Problem an – diesmal jedoch in einem noch gewaltigeren Ausmaß. Ich freue mich schon auf den dritten Band!

Fazit:

Sehr schöne Fortsetzung der Caldera-Reihe! Mutige und super niedliche Dschungeltiere, welche ihr Zuhause vor dem Untergang retten müssen. Diese Tierfantasy-Geschichte ist eine magische Kombination aus Abenteuer, dem Aufdecken von Geheimnissen und Lösen von Rätseln, dem Zusammenhalt zwischen den Tieren und dem gemeinsamen Kampf für ihr Zuhause. Diesmal aus der Sicht des herzensguten Kapuzineräffchens Gogi erzählt, wodurch die Handlung eine wunderbare Note bekommt, bei dem mir nicht nur das Herz warm wurde, sondern mich auch manchmal zum Lachen bringen konnte. Ich fand es wieder klasse!

Vielen Dank an den Planet! Verlag (Thienemann-Esslinger Verlag) für das Rezensionsexemplar!

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