Rezension: „Caldera – Die Wächter des Dschungels“ von Eliot Schrefer

  • Handlung
  • Atmosphäre
  • Spannung
  • Schreibstil
  • Action
5

Information

Titel: Caldera – Die Wächter des Dschungels
Autor: Eliot Schrefer
Verlag: Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag)
Erscheinungsdatum: 17.Juli 2018
Seiten: 384
Erzählort: Caldera (Dschungel)
Erzähldatum: —–
Erzählperspektive: Personaler Erzähler
Genre: Fantasy
Englischer Originaltitel: The Lost Rainforest: Mez‘ Magic
Caldera-Reihe: 1. Band
ISBN: 978-3-522-50606-9

Inhalt:

Das Panthermädchen Mali ist eine Schattenwandlerin und verfügt somit über magische Fähigkeiten, die sie leider noch nicht entdeckt hat. Als die Hundskopfboa Auriel sie aufsucht und ihr erzählt, dass die Ameisenkönigin dabei ist, aus ihrem Gefängnis auszubrechen, um über ganz Caldera zu herrschen und alle anderen Tiere mit Hilfe ihrer Ameisenarmee zu ihren Untertanen zu machen, scheint das Schreckliche unausweichlich zu sein. Doch zusammen mit weiteren tapferen Schattenwandlern, wie der Fledermaus Lima, dem Pfeilgiftfrosch Rumi und dem Kapuzineräffchen Gogi, versucht Mali das zu verhindern und gelangt dadurch in ein unglaubliches und extrem gefährliches Abenteuer.

Meine Meinung:

Caldera ist ein geheimnisvoller Dschungel, der von zwei unterschiedlichen Tierwelten bevölkert wird, nämlich von nacht- und tagaktiven Tieren, die nicht viel voneinander wissen, denn sie können den magischen Schleier, der die Tagwelt von der Nachtwelt trennt, nicht überwinden. Vor langer Zeit hat die Ameisenkönigin mit Hilfe ihrer Ameisenarmee über Caldera geherrscht und die Bewohner zu ihren Untertanen gemacht. Deswegen ist sie in einen Tempel gesperrt worden, aus dem sie es nun allmählich schafft auszubrechen. Da ausschließlich die Ameisen den Schleier überwinden können und aufgrund der Vergangenheit nicht besonders beliebt sind, wird jedes Tier, welches diese Fähigkeit besitzt, als widernatürlich und somit als Gefahr angesehen. Die Geschichte beginnt damit, dass das Panthermädchen Mali nicht schlafen kann und auch am helllichten Tage auf Entdeckungstour geht. Da Panther nachtaktiv sind, versucht sie ihre Fähigkeit, dass sie tagsüber wach sein kann, vor allen zu verstecken, aus Angst, sie könnte verstoßen werden. Eines Tages taucht die Hundskopfboa Auriel auf und verrät ihr, dass sie eine Schattenwandlerin ist – ein Tier, das den Schleier überwinden kann und noch dazu magische Fähigkeiten hat. Da die Ameisenkönigin sich langsam aus ihren Gefängnis befreit, gibt es nur noch eine Rettung für den Dschungel: Die Schattenwandler müssen am Tempel zusammenkommen und den Ausbruch verhindern. Auriels Aufgabe ist es, die Schattenwandler einzusammeln und zum Tempel zu bringen. Mali begibt sich daraufhin auf den Weg in ein ungewisses und gefährliches Abenteuer, welches sie gemeinsam mit weiteren Schattenwandlern, die zu ihren Freunden werden, zu bestehen hat. Denn um dorthin zu gelangen, müssen sie an einigen anderen Tieren vorbei.

Für mich hat die Geschichte eine enorme Sogwirkung – man wird regelrecht in diese Welt, die viele Geheimnisse und Gefahren birgt, gezogen und erlebt ein unglaubliches Abenteuer, fiebert mit den Tieren des Dschungels und wird immer wieder überrascht. An dem richtig schönen Cover und dem Klappentext kam ich einfach nicht vorbei – aber vor allem auch, da die Protagonisten ausschließlich Tiere sind und hier keine Menschen vorkommen. Und ich muss definitiv sagen, dass Eliot Schrefer wirklich alles an diesem Buch zu einem schönen Gesamtbild gefügt hat. „Caldera – Die Wächter des Dschungels“ ist eine sehr abenteuerliche, rasante, wunderschöne und sehr herzerwärmende Tierfantasy-Geschichte mit vielen Spannungsbögen, Höhen und Tiefen, einer geheimnisvollen und atemberaubenden Welt und exzellenten (super niedlichen!) Charakteren, die mir sofort ans Herz gewachsen sind. Durchgängig mysteriös, hin und wieder recht gruselig, manchmal traurig, aber auch humorvolle Szenen kommen nicht zu kurz. Doch ganz vorne steht der Zusammenhalt zwischen den Tieren, ihre Freundschaft und der gemeinsame Kampf, ihre Welt vor dem Untergang zu retten.

Eliot Schrefer hat sich bzgl. der Tiere und Pflanzen, dem Zusammenleben der Fauna und Flora in Caldera, an einem Dschungel orientiert. Alles ist sehr detailreich und nachvollziehbar beschrieben, aber auch lebhaft. Als Leser erkundet man mit Mali diese außergewöhnliche Welt und lernt auf unterhaltsame Weise dabei noch einiges über den Dschungel.

Was mich allerdings anfangs recht negativ erstaunt hat, ist, dass einige Tiere hier tatsächlich sterben, was ich bei diesem Buch gar nicht erwartet hatte. Andererseits verleiht dies der Story auch Nervenkitzel, macht sie noch mitreißender, weil man um die anderen Tiere bangt. Außerdem zeigt das auch, dass Schrefer nicht nur eine spannende Tierfantasy erschaffen hat, sondern diese auch mit realen Bedingungen eines echten Dschungels verbunden hat.

Das Highlight des Buches sind allem voran die niedlichen und ganz unterschiedlichen Charaktere, die sich alle mit einer herzerwärmenden Eigenschaft auszeichnen. Rumi, ein gelber Pfeilgiftfrosch, der kleinste von den Reisegefährten, welcher ein breit gefächertes Wissen hat. Lima, eine Fledermaus mit einer hellen piepsigen Stimme. Gogi, ein Kapuzineräffchen, der ständig herum plappert und herzensgut ist. Das mutige Panthermädchen Mali, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Und noch viele andere.

Im Buch findet man mehrere und wirklich gelungene Illustrationen, welche am Anfang eines jeden Kapitels zu finden sind. Am Ende gibt es noch ein informatives Interview mit dem Autoren, wodurch man auch Einiges über die Entstehungsgeschichte des Buches erfährt.

Mit dem Ende des Buches nimmt man leider auch Abschied von den Tieren und Caldera. Aber es wird ein baldiges Wiedersehen geben, da die Geschichte ein offenes Ende hat.

Fazit:

Großartige und spannende Tierfantasy-Geschichte, die den Leser in den magischen Dschungel Calderas versetzt und an einem gefährlichen und rasanten Abenteuer teilhaben lässt. Herzerwärmend, geheimnisvoll, wunderschön – und mit tollen und mutigen Tieren als Hauptcharaktere. Ich kann dieses Buch absolut empfehlen.

Vielen Dank an den Planet! Verlag (Thienemann-Esslinger Verlag) für das Rezensionsexemplar!

2 Gedanken zu „Rezension: „Caldera – Die Wächter des Dschungels“ von Eliot Schrefer

  1. Hey Du Liebe,

    ich finde ja das Cover so wunderschön!
    Ich muss sagen, auf Grund des Klappentextes hätte ich das Buch nicht in die Hand genommen, aber Deine Beschreibung hört sich sooo viel besser an. Daher werde ich mir das Buch auf jeden Fall notieren. Und hoffentlich Deine Beschreibung nicht vergessen, wenn ich mich in ein paar Wochen oder Monaten frage, warum das Buch auf meiner WuLi steht. ^^
    Liebe Grüße
    Petrissa

    1. Hallo Petrissa,

      vielen Dank für Deine Nachricht! Ich freue mich, dass „Caldera“ auf Deine Wunschliste gekommen ist 🙂 Ja, das Cover ist ein wahrer Blickfang! Ich habe „Caldera“ einige Wochen schon beobachtet – war mir nicht sicher, ob ich es zeitlich schaffe zu lesen. Aber an einer Tierfantasy-Geschichte komme ich einfach nicht vorbei ^^ – es ist eine definitiv einzigartige Story. Die Fortsetzung befindet sich auch schon auf meiner Wunschliste.
      Wenn du das Buch gelesen hast, würde ich mich über deine Meinung freuen.

      Viele Grüße
      Kristin

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