Rezension: „Klingentänzer“ von Mark Lawrence, (2. Band)

Klingentänzer
  • Handlung
  • Atmosphäre
  • Spannung
  • Action
  • Schreibstil
5

Information

Titel: Klingentänzer
Autor: Mark Lawrence
Verlag: Fischer Tor
Erscheinungsdatum: 24. Juli 2019
Seiten: 496
Erzählort: Planet Abeth
Erzähldatum: Zwei Jahre nach dem ersten Band
Erzählperspektive: Personaler Erzähler
Genre: Fantasy
Englischer Originaltitel: Grey Sister
Buch des Ahnen – Reihe: 2. Band
ISBN: 978-3-596-70112-4

Inhalt:

„Ich bin mein eigener Käfig.“ Sie hebt das Schwert. „Und ich öffne die Tür.“ (S. 18)

Zwei Jahre nach der Feldprobe steigt Nona in die Mystische Klasse auf und kommt so ihrem Ziel, Rotschwester zu werden, immer näher. Als jedoch die Inquisition im Kloster auftaucht und Verstöße gegen die strengen Regeln mit gnadenloser Härte verfolgt, muss sie aus dem Konvent fliehen, ohne Plan, wohin sie gehen oder was sie nun tun soll. Und außerhalb der Klostermauern steht sie in einer untergehenden Welt schutzlos ihren rachsüchtigen Feinden gegenüber. Während in der Schneise um die Herrschaft über das Reich gekämpft und Nona von einer skrupellosen Assassinin verfolgt wird, rückt das Eis im Norden und Süden näher. Und es gibt vielleicht nur noch eine Möglichkeit, eine globale Katastrophe zu verhindern….oder zumindest kurzfristig aufzuhalten.

Meine Meinung:

Endlich zurück in dieser Welt! „Klingentänzer“ von Mark Lawrence ist der zweite Band der „Buch des Ahnen – Reihe“ und konnte mich wieder begeistern, denn die Fortsetzung ist genauso wie ich es erhofft hatte: Unglaublich phänomenal und bildgewaltig. Hier trifft man auf eine spannende und actionreiche Story, tiefgründige, authentische und starke Charaktere, mit denen man hervorragend mitfiebern kann, verschiedene und faszinierende Arten von Magie, Freundschaft und eine wahre Endzeit-Atmosphäre in einer kalten, schaurigen und harten Welt. Seit der erste Band „Waffenschwestern“ von Mark Lawrence für mich zu einem Highlight geworden ist, habe ich fieberhaft auf den zweiten Band gewartet. Und ganz ehrlich: Ich liebe diese Reihe! „Klingentänzer“ kann mühelos in allen Punkten mit dem ersten Band mithalten!

„Die Auflösung eines Klosters ist ein kühnes Vorhaben.“

(S. 15, „Klingentänzer“ von Mark Lawrence, Fischer Tor)

In „Klingentänzer“ setzt die Handlung zwei Jahre nach der Feldprobe ein, in dem Moment, als Nona in die Mystische Klasse versetzt wird. Wie im letzten Band auch, warten hier einige gravierende Schwierigkeiten auf Nona und die anderen Novizinnen und Nonnen im Konvent, denn die Situation in der Schneise spitzt sich zu. Das reicht von einer harten Ausbildung, einigen arroganten und neidischen Novizinnen und der im Kloster auftauchenden Inquisition bis hin zu rachsüchtigen Feinden, dem gnadenlosen Kampf um die Herrschaft über das Reich, das mächtiger werdende Wirken von Magie und das stetige Heranrücken des Eises im Süden und Norden. Während Äbtissin Glas ihre eigenen Pläne schmiedet, muss Nona, die für ihren Mut, Loyalität und Hartnäckigkeit bekannt ist, aus dem Konvent fliehen, ihre Freunde, ihr Zuhause zurücklassen und findet sich in einer untergehenden und hoffnungslosen Welt wieder, in welcher ihr nur noch der Zorn bleibt, skrupellose Menschen, welche blind vor Rache sie verfolgen – und ein Wesen, welches sie nicht mehr loswird.

„In ihr der Zorn, der in der Brust steckt wie Glasscherben, ein Zorn, der weder Schlaf zulässt noch Rückzug oder Kompromiss.“

(S. 17, „Klingentänzer“ von Mark Lawrence, Fischer Tor)

Was ist anders?

Am Anfang des Buches befindet sich eine kurze und detaillierte Zusammenfassung des ersten Bandes. Auch wenn ich sofort wieder problemlos in die Geschichte zurückfand, ist diese Zusammenfassung wirklich sehr hilfreich, um Erinnerungen aufzufrischen.

Was in „Klingentänzer“ besonders heraussticht, ist, dass die Handlung zu Beginn sich nicht langsam aufbaut wie in „Waffenschwestern“, sondern ziemlich schnell in viele und rasante Spannungsbögen verfällt. Des Weiteren gibt es Perspektivenwechsel. Im Auftaktband ist ausschließlich aus der Sicht von Nona erzählt worden. Normalerweise finde ich, dass auch weitere Bände einer Reihe dem Stil des ersten Bandes folgen sollten, aber hier fand ich die Wechsel zwischen den Perspektiven von Nona, Äbtissin Glas, Schwester Apfel und Schwester Kessel sehr gut, da ich u. a. so noch viel mehr über die komplex gezeichneten Charaktere erfahren konnte.

Eine einzigartige Reihe

„Aber woran ich glaube, liegt im Hier und Jetzt. Diese Novizinnen sind meine Freunde, und ich würde für sie sterben. Für sie stelle ich mich einem Grauen, für das ich nicht den Mut hätte, wenn es nur um mich gehen würde.“

(S. 165, „Klingentänzer“ von Mark Lawrence, Fischer Tor)

Ansonsten bietet die Fortsetzung wieder so einiges, was auch die Handlung des Auftaktbands vorantrieb und großartig machte. Nämlich interessante Ideen, mit denen die Magie immer phänomenaler erscheint, heftige, relativ brutale und rasante Kampfszenen, die einen staunend zurücklassen, Intrigen, verstrickte Pläne, drohende Kriege, verblüffende Wendungen, dramatische Ereignisse, die erschüttern können, eine düstere Stimmung in einer grausamen und frostigen Welt, die dem Untergang nahe ist, die harte Novizinnenausbildung im Kloster, der feste und loyale Zusammenhalt zwischen einigen Novizinnen und Nonnen, das Wiedersehen mit einigen liebgewonnenen und facettenreichen Charakteren, welche interessante Entwicklungen durchmachen, und einen wirklich hervorragenden Schreibstil, welcher alles zusammen wirklich gekonnt zusammensetzt und darstellt.

Und am Ende wartet wieder ein atemberaubender Showdown. Ich hoffe, dass es bald den 3. Band geben wird!

Fazit:

Ganz großes, actionreiches und heftiges Werk! Phänomenale Magie, atemberaubende Kämpfe, rasante Story, Freundschaft, Loyalität, starke Charaktere, unglaublicher Schreibstil und eine Welt, die ihrem Untergang immer näher kommt. Hier sind faszinierende Ideen zu einer rasanten Story zusammengesetzt, die eine Mischung aus Fantasy und ein wenig Science-Fiction bietet. „Klingentänzer“ ist eine mehr als gelungene Fortsetzung und schraubt die Vorfreude auf den 3. Band immens hoch!

 

Vielen Dank an den Fischer Tor Verlag für das Rezensionsexemplar!

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